Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix cinerea agg.
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An den mattgrauen, filzig behaarten Blattunterseiten lässt sich die Grau-Weide (Salix cinerea agg.) sofort erkennen. Als einer der wichtigsten Vorfrühlingsblüher in unseren Breiten ist sie eine Lebensversicherung für aufgewachte Insekten. Besonders die Aschgraue Sandbiene (Andrena vaga) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) sind auf die frühe Energie der Weidenkätzchen angewiesen. In deinem Garten übernimmt sie die Rolle einer robusten Strukturpflanze, die auch mit schwierigen, feuchten Stellen hervorragend zurechtkommt. Wenn du einen ökologisch wertvollen Sichtschutz suchst, der schon im März vor Leben summt, triffst du mit ihr die richtige Wahl.
Erste Hilfe für Wildbienen: Die Grau-Weide liefert Energie, wenn alles andere schläft.
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Die Grau-Weide ist eine Schlüsselart für die Biodiversität. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie die Hauptnahrungsquelle für die Atlantische Sandbiene (Andrena clarkella) und die Aschgraue Sandbiene (Andrena vaga). Auch Kuckucksbienen wie die Wiesen-Wespenbiene (Nomada lathburiana) folgen ihren Wirten hierher. Ihre Samen sind mit 0,0687 mg extrem leicht und werden durch Haarschöpfe über den Wind ausgebreitet, was sie zu einer Pionierpflanze macht. Die Blattfläche von 846,05 mm² bietet zudem zahlreichen Kleinstlebewesen Lebensraum.
Die Grau-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft, da die Rinde Salicylate enthält, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können. Im Falle einer Aufnahme durch Kinder oder Haustiere wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240. Ansonsten ist sie ein harmloser und wertvoller Gartenbewohner.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
3.456 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Wert 4): Wähle einen Standort im Schatten oder Halbschatten; die Pflanze kommt mit weniger direktem Licht gut zurecht.
Feuchtigkeit (Wert 8): Setze sie an einen feuchten bis nassen Platz, etwa am Teichrand oder an einer Senke im Garten.
Boden (Wert 4): Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngung ist ideal.
Pflanzzeit: Setze junge Sträucher im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchsraum: Plane ausreichend Platz ein, da der Strauch eine Höhe von 3,46 m erreicht.
Symbiose: Die Pflanze lebt in Ektomykorrhiza (EM), einer Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Wurzel, die den Baum stärkt.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist problemlos möglich und fördert den dichten Wuchs.
Pflanzpartner: Die Bach-Nelkenwurz (Geum rivale) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche feuchte Standorte bevorzugt und den Bodenbereich ökologisch aufwertet.
Die Grau-Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist eine in Mitteleuropa weit verbreitete, einheimische Art. Ihr natürlicher Lebensraum sind Niedermoore, Gräben und feuchte Waldränder. Morphologisch zeichnet sie sich als Strauch durch ihre elliptischen Blätter aus, die oberseits graugrün und unterseits dauerhaft grau-filzig behaart sind. Mit einer Wuchshöhe von genau 3,46 m bleibt sie im Vergleich zu anderen Weidenarten kompakt und gartenfreundlich.
3 Videos zu Grau-Weide



59 Arten interagieren mit dieser Pflanze
20 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →