Bild folgtKI-generierte IllustrationTaraxacum campylodes
Auch bekannt als: Taraxacum campylodes
16
Arten
interagieren
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dokumentiert
Unverwechselbar ist der Löwenzahn (Taraxacum campylodes) durch seine leuchtend gelben Korbblüten – das sind Scheinblüten, die aus vielen kleinen Zungenblüten bestehen – und die tief gezahnten Blätter. Die Pflanze ist ein unersetzlicher Frühblüher für die Honigbiene und viele Wildbienen, die nach dem Winter dringend Energie benötigen. Auch wenn er oft als Unkraut geschmäht wird, ist er im Naturgarten ein echter Alleskönner für die Artenvielfalt. Du tust der Natur einen großen Gefallen, wenn du ihn in einer sonnigen Ecke deines Gartens einfach gewähren lässt. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sich die Blüten bei Regen und Dunkelheit schützend schließen.
Gelbe Energiequelle: Der wichtigste Frühstarter für hungrige Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Löwenzahn eine der wichtigsten Nahrungsquellen im Frühjahr. Er liefert reichlich Nektar und Pollen für den Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) und verschiedene Wildbienen, die zeitig im Jahr ausfliegen. Da er über mehrere Monate blüht, dient er als zuverlässige Tankstelle für Schwebfliegen und Käfer. Die später reifenden Samen sind eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel wie den Stieglitz (Carduelis carduelis), der die Samen geschickt aus den Pusteblumen pickt. Wer diese Pflanze im Garten duldet, fördert die gesamte Nahrungskette vom Bestäuber bis zum Singvogel.
Der Löwenzahn wird als nicht kindersicher eingestuft, da der weiße Milchsaft in den Stängeln bei Hautkontakt allergische Reaktionen oder Reizungen auslösen kann. Zudem können die enthaltenen Bitterstoffe bei Verzehr größerer Mengen Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Eine Verwechslung ist mit dem gewöhnlichen Ferkelkraut (Hypochaeris radicata) möglich, welches jedoch behaarte Blätter besitzt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.17 m
Der Löwenzahn ist ein robuster Überlebenskünstler, der kaum Pflege benötigt. Er bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz auf nährstoffreichen, frischen Böden.
Standort : Ideal ist ein stickstoffreicher Boden (Ellenberg Stickstoffwert 7), was einer gut gedüngten Gartenerde entspricht.
Feuchtigkeit : Er kommt mit normaler Bodenfeuchte (Ellenberg Feuchte 5) bestens zurecht.
Pflanzzeit : Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst aussäen, wobei er sich meist von selbst ansiedelt.
Pflege : Er benötigt keinen Dünger. Wenn du die Ausbreitung begrenzen willst, solltest du die Blüten vor der Samenreife entfernen.
Kombination : Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen ähnliche Ansprüche an den Boden und ergänzen sich in ihrer Blütezeit von April bis in den August. So schaffst du ein stabiles Nahrungsangebot für Insekten.
Der Löwenzahn gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt anthropogene Standorte (vom Menschen beeinflusste Lebensräume) wie Fettwiesen (nährstoffreiches Grünland) und Gärten. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet er sich durch seine kräftige Pfahlwurzel und den hohlen Stängel aus, der einen weißen Milchsaft enthält. Die Pflanze ist extrem anpassungsfähig und kann selbst in Pflasterritzen oder auf intensiv genutzten Rasenflächen überdauern.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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