Bild folgtKI-generierte IllustrationBrassica napus
Auch bekannt als: Brassica napus ssp. oleifera, Colza, Doppelnull-Raps, Winterraps, Kohlraps, Rapsfeld, Reps, Doppel-Null-Raps, Sommerraps, Kohlsaat
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Arten
interagieren
280
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die leuchtend gelben Blüten mit ihren vier kreuzförmig angeordneten Kronblättern, die in dichten Trauben am Ende der Triebe stehen. Der Raps (Brassica napus) ist weit mehr als eine Nutzpflanze vom Acker; im Naturgarten ist er eine wertvolle Futterquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Graue Sandbiene (Andrena cineraria) oder die Rotbeinige Furchenbiene (Andrena bicolor). Seine Blätter dienen zudem als wichtige Kinderstube für die Raupen des Kleinen Kohlweißlings (Pieris rapae). Wenn du in deinem Garten eine sonnige Ecke mit gutem Boden hast, bietet diese Pflanze eine beeindruckende Nektarquelle. Schau doch mal genauer hin, welche Vielfalt sich an den gelben Blüten tummelt.
Die gelbe Energietankstelle: Satte 7,4 Mikroliter Nektar pro Blüte für Wildbienen.
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Für die Insektenwelt ist der Raps eine wahre Energietankstelle: Nach aktuellen Bestäubungsdaten produziert jede Blüte beachtliche 7,4598 µl Nektar. Das ist im Vergleich zu vielen anderen Wildblumen eine enorme Menge, die Wildbienen wie der Gelbbindigen Furchenbiene (Andrena flavipes) oder der Fuchsroten Sandbiene (Andrena fulva) reichlich Energie liefert. Zudem bietet er pro Blüte etwa 0,7817 mg Pollen an. Die Kronröhrentiefe von 5,0 mm macht den Nektar für viele Fluginsekten gut erreichbar. Neben den Bienen profitieren Falter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae), dessen Raupen an den Blättern fressen, sowie die Düstere Erdeule (Peridroma saucia).
Bitte beachte, dass Raps als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanzenteile sind nicht für den Verzehr durch Kinder oder Haustiere geeignet und können zu Unverträglichkeiten führen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.08 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit sich die Blütenpracht voll entfaltet.
Der Boden sollte nährstoffreich sein (Starkzehrer), arbeite daher vor der Pflanzung reichlich Kompost ein.
Achte auf frische Bodenverhältnisse (Ellenberg 5), die Erde sollte also mäßig feucht bleiben und nie ganz austrocknen.
Halte eine Wuchshöhe von 1.08 m ein, plane also ausreichend Platz im Beet ein.
Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai, solange der Boden gut bearbeitbar ist.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend; lass die Stängel über den Winter stehen, um Insekten Unterschlupf zu bieten.
Da er Mykorrhiza-frei (NM) ist, benötigt er keine speziellen Pilzpartner im Boden.
Gute Partnerin: Die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) ergänzt den Raps wunderbar, da sie ähnliche Nährstoffansprüche hat und weitere Bestäuber anlockt.
Der Raps (Brassica napus) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in Mitteleuropa als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) weit verbreitet. Er wächst bevorzugt an Standorten wie Wegrändern oder Schuttplätzen, die durch nährstoffreiche Bedingungen geprägt sind. Die Pflanze ist einjährig oder winterannuell und bildet bläulich-grün bereifte, kahl wirkende Blätter aus. Mit seiner Pfahlwurzel erschließt er tiefere Bodenschichten, was ihn in der Kultur recht robust macht.
64 Arten interagieren mit dieser Pflanze
33 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloRes_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →