Bild folgtKI-generierte IllustrationCarduus tenuiflorus
Auch bekannt als: Schmalköpfige Distel
39
Arten
interagieren
83
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Dünnköpfige Distel an ihren schlanken, namensgebenden Blütenköpfen und ihrem stattlichen, aufrechten Wuchs. Für den Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie im Juni eine wichtige Nahrungsquelle für bedrohte Scheckenfalter wie den Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) oder den Varia-Scheckenfalter (Melitaea varia) darstellt. Auch der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) lässt sich gerne auf ihr nieder. Mit einer Höhe von 1.82 m setzt sie zudem vertikale Akzente in deiner Wildblumenecke. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz frei hast, ist sie die ideale Wahl, um gezielt etwas für unsere heimische Insektenwelt zu tun.
Stattliche 1,82 Meter Naturschutz: Ein Paradies für seltene Scheckenfalter.
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Diese Distel ist eine lebenswichtige Tankstelle für zahlreiche Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten besuchen spezialisierte Arten wie der Spanische Scheckenfalter (Euphydryas desfontainii), der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) und der Varia-Scheckenfalter (Melitaea varia) die Blüten. Auch der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) schätzen das Nektarangebot im Juni. Neben Faltern finden sich Käfer wie der Punktkäfer ein. Da die Pflanze eine Symbiose mit Mykorrhiza-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) eingeht, ist sie bestens im Bodennetzwerk integriert.
Aufgrund ihrer markanten Stacheln ist die Dünnköpfige Distel als nicht kindersicher eingestuft. In Gärten mit kleinen Kindern empfiehlt es sich, sie in Randbereiche zu setzen, um schmerzhafte Berührungen zu vermeiden. Giftige Inhaltsstoffe, die über den rein mechanischen Schutz hinausgehen, sind bei dieser heimischen Art nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.817 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle für die Dünnköpfige Distel einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9).
Der Boden sollte eher trocken sein, da sie eine geringe Feuchte bevorzugt (Feuchtewert 2).
Als Mittelzehrer benötigt sie einen Boden mit mäßigem Nährstoffgehalt (Nährstoffwert 6).
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Achte bei der Pflanzung auf die Endhöhe von 1.82 m und lasse ausreichend Platz zu Nachbarpflanzen.
Die Vermehrung erfolgt meist durch Selbstaussaat über die leichten, windverbreiteten Samen.
Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, um Insekten Rückzugsräume zu bieten.
Gute Partnerin: Die Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus) – beide schätzen sonnige Standorte und ergänzen sich optisch hervorragend in einer naturnahen Wildpflanzenecke.
Die Dünnköpfige Distel (Carduus tenuiflorus) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und innerhalb dieser zur Gattung der Ringdisteln. Sie ist in Deutschland und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt xerotherme Standorte (warme, trockene Magerstandorte). Als krautige Pflanze erreicht sie eine beachtliche Wuchshöhe von genau 1.82 m und bildet breite Blätter aus, ohne zu verholzen. Man findet sie oft an Stellen mit neutralen bis schwach sauren Bodenreaktionen (pH-Wert um 6), wo sie durch ihre charakteristische Gestalt auffällt.
3 Videos zu Dünnköpfige Distel



35 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →