Bild folgtKI-generierte IllustrationTriticum turgidum
Auch bekannt als: Schwarzer Emmer, Zweikorn, Sommerdinkel, Wilder Emmer
38
Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
An seinen markanten, zweizeiligen Ähren mit den langen, borstigen Grannen (fadenförmige Fortsätze) lässt sich Emmer (Triticum turgidum) sofort erkennen. Als Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss zu uns kam) ist dieses Urgetreide ein wertvoller Bestandteil für naturnahe Gärten. Er dient als wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Mit seiner stattlichen Erscheinung bringt er eine historische Ästhetik in dein Grün und fördert gleichzeitig die Artenvielfalt. Wenn du ein Herz für alte Kulturpflanzen hast, ist dieser robuste Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Historisches Urgetreide: Ein 1,2 Meter hohes Buffet für bedrohte Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren zahlreiche Schmetterlinge vom Emmer. Er dient als wichtige Nahrungsquelle und Lebensraum für Arten wie den Schwarzfleckigen Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und den Braunen Dickkopffalter (Gegenes nostrodamus). Auch Wanderfalter wie der Pelopidas-Dickkopffalter (Pelopidas thrax) nutzen diese Bestände. Im Winter bieten die stehengelassenen Ähren energiereiche Samen für heimische Vögel, die in der kalten Jahreszeit auf solche Futterquellen angewiesen sind. Die Halme dienen zudem als Überwinterungsquartier für kleine nützliche Insekten.
Emmer wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt primär an den langen, spitzen Grannen der Ähren, die bei Berührung oder beim Spielen mechanische Reizungen an Augen und Haut verursachen können. Achte daher darauf, die Pflanze nicht direkt an schmalen Spielwegen zu platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.2 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne am Tag erhält.
Boden: Ideal ist ein kalkhaltiger oder basischer Boden (pH-Wert über 7). Bei saurem Boden kannst du mit etwas Gartenkalk nachhelfen.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), vermeide aber Staunässe, da die Pflanze wärmeliebend ist.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt Emmer eine moderate Nährstoffversorgung; eine Gabe reifer Kompost vor der Aussaat reicht meist aus.
Pflanzung: Säe die Körner im Frühjahr zwischen März und Mai etwa 3-4 cm tief aus.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz ein, da die Halme eine Höhe von genau 1.2 m erreichen.
Pflege: Ein Rückschnitt ist erst nach der vollständigen Samenreife im Spätsommer oder Herbst nötig.
Pflanzpartner: Die Kornblume (Centaurea cyanus) ist eine hervorragende Partnerin, da sie ähnliche Ansprüche an Licht und Kalk stellt und die ökologische Vielfalt des Getreidestreifens ergänzt.
Der Emmer gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Gattung Triticum. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist er als alteingebürgerte Kulturpflanze verbreitet und besiedelt bevorzugt xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze) sowie kalkhaltige Böden. Morphologisch zeichnet sich das einjährige Gras durch eine Wuchshöhe von 1.2 m und seine breitblättrige Struktur aus. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Pilzen (Arbuskuläre Mykorrhiza – Bodenpilze, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen), was die Pflanze widerstandsfähig gegenüber Umweltstress macht.
38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →