Bild folgtKI-generierte IllustrationLathyrus oleraceus
Auch bekannt als: Markerbse, Erbsenpflanze, Speiseerbse, Gartenerbse, Schalerbse
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Erbse (Lathyrus oleraceus) an ihren zarten Greifranken und den typischen Schmetterlingsblüten, die in Weiß oder Violett aus dem dichten Blattwerk leuchten. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie den Boden mit Stickstoff anreichert und so die Bodenfruchtbarkeit ganz natürlich verbessert. Davon profitieren nicht nur deine Folgekulturen, sondern auch Schmetterlinge wie der Komma-Dickkopffalter (Hesperia comma). Mit ihrem langen Blühzeitraum bietet sie Insekten bis weit in den Herbst hinein eine wichtige Nahrungsquelle. Du machst also alles richtig, wenn du diesem nützlichen Klassiker einen Platz an der Sonne gönnst.
Bodenverbesserer und Schmetterlingsmagnet: Blüht nonstop von Mai bis November.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Erbse eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Insekten. Die Blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) und die Heidehummel (Bombus ericetorum) gehören zu den regelmäßigen Besuchern der tiefen Blüten. Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt das Nektarangebot intensiv. Für die Raupen der Gammaeule (Autographa gamma), der Heu-Staubeule (Caradrina clavipalpis) und der Glanzeule (Lacanobia oleracea) dient das Laub als lebensnotwendige Futterpflanze. Sogar die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) findet in den Blüten ein ideales Jagdrevier, was die hohe Biodiversität dieser Pflanze unterstreicht.
Die Erbse wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Verzehr großer Mengen roher Samen zu Unverdaulichkeit führen kann. Achte darauf, dass Kinder die unreifen Hülsen nicht unbeaufsichtigt essen. Im Falle von Beschwerden kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Nov
Bioregion
Continental
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Erbse viel Licht für die Blütenbildung benötigt.
Der Boden sollte locker, tiefgründig und humos sein; Staunässe unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit Frühling: Säe die Samen von März bis Mai etwa 3 bis 5 Zentimeter tief direkt ins Beet.
Halte einen Reihenabstand von 30 Zentimetern ein, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten.
Biete den Pflanzen frühzeitig eine Rankhilfe aus Reisig oder Maschendraht an.
Gieße regelmäßig, besonders während der Blütephase von Mai bis November, damit die Hülsen nicht vertrocknen.
Eine zusätzliche Stickstoffdüngung ist nicht nötig, da die Pflanze sich selbst versorgt.
Nach der Ernte die Wurzeln im Boden lassen, da sie wertvollen Stickstoff für die Nachbarn speichern.
Gute Partnerin: Die Kornblume (Centaurea cyanus) – sie teilt die Vorliebe für offene Böden und ergänzt das Buffet für Bestäuber.
Die Erbse gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich fest als Kulturbegleiter etabliert. Als einjährige Pflanze hat sie einen krautigen Wuchs und bildet hohle Stängel, die mithilfe von Ranken an Zäunen oder Reisig emporsteigen. Botanisch interessant ist ihre AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen), die die Nährstoffaufnahme optimiert. Ursprünglich als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 durch menschlichen Einfluss eingeführt wurde) zu uns gekommen, besiedelt sie bevorzugt nährstoffreiche, kalkhaltige Böden an sonnigen Standorten.
1 Video zu Erbse

10 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →