Bild folgtKI-generierte IllustrationEuproctis chrysorrhoea
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Du erkennst den Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) an seinem schneeweißen Körper und dem auffälligen, fuchsroten Haarbüschel am Hinterleibsende. Dieser mittelgroße Nachtfalter wiegt nur etwa 0,02 Gramm und bringt pro Jahr eine Generation hervor. Die Weibchen legen ihre Eier im Hochsommer in länglichen Gelegen an Zweigen ab und bedecken sie schützend mit ihren Afterhaaren. Die Raupen sind polyphag (viele verschiedene Pflanzenarten fressend) und nutzen eine große Bandbreite heimischer Gewächse. Im Frühjahr fressen sie an den Knospen von Apfel (Malus domestica) oder Kultur-Birne (Pyrus communis), während sie später auch an Großer Brennnessel (Urtica dioica) oder Echtem Mädesüß (Filipendula ulmaria) zu finden sind. Besonders wichtig sind für sie Gehölze wie die Hunds-Rose (Rosa canina) und der Gewöhnliche Sanddorn (Hippophae rhamnoides). Den Winter verbringen sie als Larve gemeinschaftlich in festen, weißlichen Gespinsten an den Zweigspitzen ihrer Futterpflanzen. Du kannst die Art fördern, indem du auf chemische Spritzmittel verzichtest und heimische Wildrosen oder alte Obstsorten in deinem Garten erhältst. Beachte dabei, dass die Raupenhaare bei Hautkontakt Reizungen auslösen können.
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Vorsicht ist bei den Raupen geboten, da deren feine Härchen bei Berührung starke Hautreizungen verursachen können. Der Falter selbst ist völlig harmlos. Eine Umsiedlung der Gespinste sollte im Winter nur mit Handschuhen und großer Vorsicht erfolgen, um Hautkontakt mit den verbliebenen Brennhaaren zu vermeiden.
Der Goldafter gehört zur Familie der Eulenfalter (Erebidae) und ist ein typischer Bewohner warmer Lagen in Mitteleuropa. In der Schweiz ist die Art heimisch und wurde dort zwischen 1979 und 2021 über 300 Mal dokumentiert. Die Falter sind mittelgroß, reinweiß gefärbt und weisen die namensgebende braune Behaarung am Hinterleib auf. Als Larven nutzen sie eine Vielzahl von Wirtspflanzen, darunter auch die Europäische Lärche (Larix decidua) und das Jakobs-Greiskraut (Jacobaea vulgaris), was sie ökologisch sehr anpassungsfähig macht.
Körpergröße
medium
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
larva
Temperatur
warm
18 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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