
Agrimonia eupatoria
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Odermennig, Gemeiner Odermennig, Odermennig
48
Arten
interagieren
134
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Kleinen Odermennig an seinen langen, kerzenartigen Blütenähren mit vielen kleinen, goldgelben Einzelblüten und den tief gezähnten, gefiederten Blättern. Die Pflanze ist ein ökologisches Schwergewicht, da sie als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den bedrohten Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) dient. Auch spezialisierte Falter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) steuern die gelben Blüten gezielt an. In deinem Garten besetzt er perfekt die Nische zwischen sonniger Wiese und Gehölzrand. Wenn du ihn pflanzt, tust du aktiv etwas für den Erhalt heimischer Schmetterlingsarten.
Kompakter Falter-Magnet: 0.49 m pure Lebenskraft für den Würfel-Dickkopffalter.
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Dieser Korbblütler ist eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Dickkopffalter wie Spialia sertorius, Spialia rosae und Spialia orbifer. Auch Perlmuttfalter, darunter Boloria polaris und Boloria frigga, nutzen die Blüten nach aktuellen Bestäubungsdaten intensiv. Besonders wertvoll ist der Kleine Odermennig als Kinderstube: Die Raupen des Kleinen Würfel-Dickkopffalters (Pyrgus malvae) und des Goldafters (Euproctis chrysorrhoea) finden hier ihre Lebensgrundlage. Die schweren Samen werden oft durch vorbeistreifende Tiere verbreitet, in deren Fell sich die kleinen Klettfrüchte verhaken.
Der Kleine Odermennig gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Das liegt an den kleinen Widerhaken der Früchte, die sich leicht in Kleidung oder Haut verhaken können, was bei Kindern zu Hautirritationen führen kann. Er ist jedoch keine Giftpflanze und wird seit Jahrhunderten in der Kräuterkunde geschätzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.487 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickelt.
Boden: Er ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und bevorzugt normalen Gartenboden ohne Staunässe.
Feuchtigkeit: Der Platz sollte frisch, also mäßig feucht sein (Ellenberg 4); längere Trockenperioden werden jedoch gut vertragen.
Kalk: Ein kalkhaltiger oder basischer Boden (Ellenberg 7) ist ideal für ein gesundes Wachstum.
Pflanzzeit: Setze ihn im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Mit genau 0.49 m bleibt er kompakt und fügt sich gut in mittlere Beetbereiche ein.
Vermehrung: Die schweren Samen (ca. 6,8 mg) verbreiten sich über kurze Distanzen oder durch Anhaften an Tieren.
Partner: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an Licht und Boden stellt.
Der Kleine Odermennig (Agrimonia eupatoria) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Waldränder und sonnige Säume, die meist kalkhaltig und mäßig nährstoffreich sind. Als krautige Pflanze mit einer Blattfläche von etwa 4557 mm² ist er ein typischer Vertreter der hiesigen Flora. Besonders auffällig ist die behaarte Oberfläche seiner Stängel und Blätter, was ihn vor Verdunstung schützt.
1 Video zu Kleiner Odermennig

43 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_443599513
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