Bild folgtKI-generierte IllustrationHippophae rhamnoides
Auch bekannt als: Sanddorn, Gemeiner Sanddorn, Echter Sanddorn
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Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
9
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Gewöhnliche Sanddorn (Hippophae rhamnoides) durch seine schmalen, silbrig glänzenden Blätter und den dornigen, sparrigen Wuchs auf. Als heimischer Strauch ist er ein unverzichtbarer Lebensraum für spezialisierte Schmetterlinge wie den Dunkelgrauen Eckflügelspanner. In deinem Garten bietet er zudem vielen Vögeln, darunter der Wacholderdrossel und dem Rotkehlchen, wertvolle Nahrung und sichere Rückzugsorte. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die auch auf mageren Böden gedeiht, triffst du hier die richtige Wahl. Du förderst damit die Artenvielfalt direkt vor deiner Haustür.
Silberglanz und Vogelschutz: Ein dorniges Paradies für seltene Falter und Vögel.
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Dieser Strauch ist eine wertvolle Kinderstube für Falter wie den Gebüsch-Grünspanner und die Erbseneule. Auch der Sanddorn-Blütenspanner (Eupithecia innotata) und der Goldafter (Euproctis chrysorrhoea) nutzen ihn als wichtige Raupenfutterpflanze. Für die Vogelwelt ist er unverzichtbar: Misteldrosseln und Gartenrotschwänze finden hier Nahrung und sichere Brutplätze. Die Beeren dienen im Winter als lebenswichtige Kraftquelle für das Rotkehlchen und die Wacholderdrossel. Da er auf mageren Böden wächst, unterstützt er eine spezialisierte Lebensgemeinschaft, die in überdüngten Landschaften oft keinen Platz mehr findet.
Der Sanddorn gilt als nicht kindersicher, was ausschließlich an seinen ausgeprägten Dornen liegt, die zu Stichverletzungen führen können. Die Pflanze selbst ist jedoch ungiftig. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten, da die Kombination aus silbrigen Blättern und dornigen Zweigen in unserer Region einzigartig ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mär – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Wähle einen vollsonnigen Standort aus, da der Sanddorn für seine Entwicklung viel Licht benötigt.
Der Boden sollte ein Schwachzehrer-Substrat sein (magerer Boden, der nur wenige Nährstoffe liefert).
Achte darauf, dass die Erde frisch (mäßig feucht) bleibt, aber vermeide Staunässe.
Nutze die Pflanzzeit im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Da er eine AM-Mykorrhiza (Wurzelsymbiose mit Pilzen) besitzt, kann er sich auch auf kargem Untergrund gut versorgen.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter möglich, um den Wuchs zu verjüngen.
Beachte beim Pflanzen, dass der Strauch wehrhafte Dornen besitzt und ausreichend Platz zur Entfaltung braucht.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Plätze und schaffen gemeinsam ein wertvolles Mosaik aus Schutzraum und Nahrungsquelle.
Der Gewöhnliche Sanddorn ist ein ausdauernder Strauch, der in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch ist. Er besiedelt bevorzugt sonnige Standorte und wird als Indigen oder Archäophyt (eine Pflanzenart, die bereits vor 1492 heimisch war oder eingeführt wurde) eingestuft. Markant sind seine wehrhaften Dornen und die Symbiose mit einer AM-Mykorrhiza (eine Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die ihn an nährstoffarmen Plätzen gedeihen lässt. Mit seiner Einstufung in der Roten Liste als ungefährdet ist er ein stabiler Baustein unserer heimischen Natur.
9 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
32 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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