Bild folgtKI-generierte IllustrationPrunus cerasifera
Auch bekannt als: Myrobalane, Wildpflaume
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Arten
interagieren
80
Interaktionen
dokumentiert
26
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Kirsch-Pflaume (Prunus cerasifera) durch ihr dichtes Meer aus schneeweißen Blüten auf, die oft noch vor den ersten Blättern erscheinen. Da sie bereits sehr früh im Jahr blüht, ist sie für Deinen Naturgarten eine unverzichtbare Futterquelle für Insekten wie die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta). Auch die Raupen des Ringelspinners finden an ihren Zweigen wertvolle Nahrung. Als robuster Strauch bietet sie zudem Sichtschutz und Struktur für Deinen Garten. Wenn Du den frühen Frühling fördern möchtest, ist diese Art eine hervorragende Wahl für Dich.
Frühe Blütenpracht und Kinderstube für sieben Schmetterlingsarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Strauch eine Schlüsselspezies für das zeitige Frühjahr. Er bietet lebenswichtigen Pollen und Nektar für die Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta), die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und die Atlantische Sandbiene (Andrena nitidiuscula). Besonders bedeutsam ist die Kirsch-Pflaume als Kinderstube für Schmetterlinge: Sieben Arten nutzen sie als Raupenfutter, darunter die Kupferglucke (Gastropacha quercifolia) und der Goldafter (Euproctis chrysorrhoea). Sogar die Grüne Kräuselspinne (Nigma walckenaeri) nutzt das Blattwerk als Jagdrevier.
Bitte beachte, dass die Kirsch-Pflaume als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Samen in den Fruchtkernen enthalten Stoffe, die bei Verzehr ungesund sein können. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen besteht aufgrund der markanten Früchte und der frühen Blütezeit jedoch kaum.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mär – Apr
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
6.62 m
Setze die Kirsch-Pflaume am besten an einen Standort im Halbschatten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, damit der Strauch optimal gedeihen kann.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie in normaler Gartenerde ohne zusätzlichen Dünger gut zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Achte beim Einpflanzen darauf, dass der Boden offen und nicht gefroren ist.
Gießen ist vor allem in der Anwachsphase und bei längerer Trockenheit wichtig.
Ein Rückschnitt ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich, wenn Du genug Platz hast.
Zur Vermehrung kannst Du im Sommer Stecklinge schneiden.
Gute Partnerin: Die Schlehe (Prunus spinosa) – beide Arten teilen ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen eine ökologisch wertvolle Hecke, die Sichtschutz und Lebensraum vereint.
Die Kirsch-Pflaume (Prunus cerasifera) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz verbreitet. Sie wird als Neophyt (eine Pflanze, die nach 1492 bei uns eingeführt wurde) eingestuft, hat sich aber fest in unsere Ökosysteme integriert. In der Natur findest Du sie oft an Waldrändern oder in Hecken. Du erkennst sie an ihrem strauchartigen Wuchs und den glatten, rötlich-braunen Zweigen, die im Alter kurze Dornen bilden können.
3 Videos zu Kirsch-Pflaume



37 Arten interagieren mit dieser Pflanze
26 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →