Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus fruticosus
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Arten
Du erkennst die Brombeere sofort an ihren langen, oft bogig überhängenden Ruten mit den kräftigen Stacheln und den dunklen Sammelsteinfrüchten (Früchte, die aus vielen kleinen, saftigen Einzelbeeren bestehen). Sie ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da sie sowohl wertvollen Schutzraum als auch eine reichhaltige Speisekammer bietet. Besonders Schmetterlingsraupen wie die des Ringelspinners (Malacosoma neustria) sind auf ihre Blätter angewiesen. Auch Wildbienen wie die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea) finden hier eine verlässliche Nahrungsquelle. Wenn du eine wilde Ecke in deinem Garten hast, ist sie die dankbarste Pflanze für mehr Leben im Grünen.
Wildes Schlaraffenland: Lebenswichtiges Dickicht für über acht Falterarten.
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Die Brombeere ist eine ökologische Schlüsselart. Ihre Blüten sind im Hochsommer eine wichtige Tankstelle für die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas). Für die Raupen zahlreicher Nachtfalter, wie die der Schwarzgefleckten Herbsteule (Xestia c-nigrum), der Primel-Erdeule (Diarsia mendica) und der Triangel-Bodeneule (Xestia triangulum), stellt sie eine lebensnotwendige Futterquelle dar. Auch der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Kleinsäuger wie die Rötelmaus (Myodes glareolus) nutzen das dichte Gestrüpp als sicheres Versteck und fressen die energiereichen Früchte.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.49 m
Standort: Die Brombeere ist sehr anpassungsfähig und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Plätzen.
Boden: Sie bevorzugt humose, nährstoffreiche Erde, kommt aber mit fast jedem Gartenboden zurecht.
Pflanzzeit: Du kannst sie idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November pflanzen, solange der Boden offen ist.
Pflege: Da sie stark wuchert, solltest du ihr ein stabiles Rankgerüst anbieten oder einen Platz wählen, an dem sie sich ausbreiten darf.
Rückschnitt: Schneide die abgetragenen Ruten, die bereits Früchte hatten, im späten Winter bodennah ab.
Vermehrung: Sie vermehrt sich meist von selbst über Absenker (Triebspitzen, die bei Bodenkontakt neue Wurzeln bilden).
Gute Partnerin: Die Haselnuss (Corylus avellana) ist eine ideale Nachbarin.
Begründung: Beide kommen gemeinsam in heimischen Waldrandgesellschaften vor und bilden ein dichtes Dickicht, das Kleinsäugern wie der Rötelmaus (Myodes glareolus) optimalen Schutz bietet.
Die Brombeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in der gesamten Region von Deutschland bis in die Schweiz heimisch. Sie besiedelt bevorzugt Waldränder, Gebüsche und Schlagfluren (offene Flächen, die durch Holzeinschlag oder Windbruch entstehen). Als wintergrüner Halbstrauch (eine Pflanze, die im unteren Teil verholzt, oben aber krautig wächst) behält sie oft einen Teil ihrer Blätter im Winter. Typisch sind die zweijährigen Triebe, die im ersten Jahr wachsen und erst im zweiten Jahr Blüten an den Seitentrieben bilden.
3 Videos zu Brombeere



197 Arten interagieren mit dieser Pflanze
66 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
82 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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