Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca trachyphylla
Auch bekannt als: Festuca trachyphylla
40
Arten
interagieren
47
Interaktionen
dokumentiert
An den straff aufrechten, blaugrauen und fühlbar rauen Blatthorsten (dichten Grasbüscheln) lässt sich der Raublättrige Schwingel sofort erkennen. Dieses heimische Süßgras ist ein wertvoller Baustein für Naturgärten, da es als wichtige Nahrungsgrundlage für spezialisierte Falter dient. Besonders der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzen das Gras als Lebensraum. Wenn du eine robuste Strukturpflanze suchst, die auch mit Trockenheit bestens zurechtkommt, machst du mit diesem Schwingel alles richtig.
Robuster Trockenkünstler und Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine unverzichtbare Kinderstube für verschiedene Schmetterlinge. Die Raupen von Arten wie dem Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und dem Schwarzfleckigen Golddickkopffalter (Carterocephalus silvicola) sind auf solche Gräser angewiesen. Auch der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) profitieren direkt. Neben den Faltern ist das Große Getreidehähnchen (Oulema melanopus) ein regelmäßiger Besucher. Da die Samen im Winter an den Halmen verbleiben, dienen sie zudem als wichtige Nahrungsquelle für Vögel.
Die Pflanze gilt als nicht kindersicher, da die Halme und Blätter extrem rau sind und bei unvorsichtigem Greifen schmerzhafte Schnitte auf der Haut verursachen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Pflanze selbst enthält keine Giftstoffe und ist somit chemisch unbedenklich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.21 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte mager (nährstoffarm) und sehr gut durchlässig sein; Staunässe verträgt das Gras nicht.
Ideal ist eine Pflanzung im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Gießen ist nach dem Anwachsen kaum nötig, da die Pflanze Trockenheit liebt.
Auf Dünger solltest du komplett verzichten, um den natürlichen Wuchs zu erhalten.
Ein Rückschnitt erfolgt am besten im späten Februar, kurz bevor der neue Austrieb beginnt.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch Teilung der Horste im Frühjahr.
Lasse die verblühten Halme über den Winter stehen, um Tieren Unterschlupf zu bieten.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) - beide teilen ähnliche Standortansprüche auf sonnigen Magerstandorten und ergänzen sich optisch hervorragend.
Der Raublättrige Schwingel (Festuca trachyphylla) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Er ist in Deutschland und Österreich heimisch und besiedelt dort vorzugsweise Trockenrasen (extrem nährstoffarme, sonnige Wiesen) sowie sandige Standorte. Die Pflanze zeichnet sich durch ihre dichten, horstbildenden Wuchsformen und die charakteristisch raue Blattoberfläche aus. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln, die die Nährstoffaufnahme verbessert.
40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →