Bild folgtKI-generierte IllustrationFestuca trichophylla subsp. trichophylla
Auch bekannt als: Festuca trichophylla subsp. trichophylla
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für den Haarblättrigen Schwingel (Festuca trichophylla subsp. trichophylla) sind seine extrem feinen, fast fadenförmigen Blätter, die dichte, grüne Horste (büschelartige Wuchsform) bilden. Da dieses Gras in der Natur extrem selten ist (Rote Liste R), holst du dir eine echte botanische Kostbarkeit in den Garten. Es dient als wichtige Futterpflanze für spezialisierte Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola). Wenn du eine sonnige, eher nährstoffarme Stelle hast, kannst du mit diesem Gras aktiv zum Erhalt einer bedrohten Art beitragen.
Rarität im Garten: Die lebenswichtige Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Kinderstube für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders die Raupen des Spiegelfleck-Dickkopffalters (Heteropterus morpheus) und des Rostfarbigen Dickkopffalters (Ochlodes sylvanus) nutzen die feinen Halme als Nahrungsgrundlage. Auch seltenere Arten wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) oder der Schwarzfleckige Golddickkopffalter (Carterocephalus palaemon) profitieren von seinem Vorkommen. Da die Samen sehr leicht sind, dienen sie im Winter als feine Futterquelle für kleine Singvögel, sofern man die Halme über die kalte Jahreszeit stehen lässt.
Der Haarblättrige Schwingel ist als nicht kindersicher eingestuft. Die feinen Blätter können bei unsachgemäßem Kontakt mechanische Reizungen verursachen oder beim Verschlucken zu Problemen führen. Im Falle von Unfällen kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.337 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen Standort (Ellenberg Lichtwert 7), damit das Gras vital bleibt.
Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht (Ellenberg Feuchtewert 6) sein, aber keine Staunässe bilden.
Achte auf mageres Substrat: Als Schwachzehrer benötigt die Pflanze kaum Nährstoffe; Dünger schadet ihr eher.
Die Pflanzung erfolgt idealerweise im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte beim Einsetzen den natürlichen Wuchshöhen-Abstand ein, um die Horstbildung nicht zu unterdrücken.
Ein Rückschnitt ist im Spätwinter vor dem Neuaustrieb möglich, schont aber die im Halm überwinternden Insekten.
Vermehrung erfolgt durch Selbstaussaat über den Wind oder durch Teilung der Horste.
Gute Partnerin: Die Teufelsabbiss (Succisa pratensis) passt ökologisch perfekt, da sie ähnliche Ansprüche an Bodenfeuchte und Nährstoffarmut stellt.
Der Haarblättrige Schwingel gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind frische bis mäßig feuchte Magerstandorte (nährstoffarme Flächen), oft im Übergangsbereich zu Mooren oder auf wechselfeuchten Wiesen. Er wächst rein krautig, verholzt also nicht, und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0.34 m. Durch sein geringes Diasporengewicht (Gewicht der Ausbreitungseinheit) von etwa 1,27 mg nutzt er den Wind, um seine Samen über weite Strecken zu verteilen.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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