
Filipendula vulgaris
Auch bekannt als: Knolliges Mädesüß, Klein-Mädesüß
44
Arten
interagieren
78
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
An den fein gefiederten Blättern, die fast wie Farne wirken, und den duftigen, cremeweißen Blütenwolken lässt sich das Kleine Mädesüß (Filipendula vulgaris) sofort erkennen. Im Gegensatz zu seiner großen Schwester im Sumpf liebt diese Art die Trockenheit und ist eine echte Spezialistin für magere Standorte. In Deinem Naturgarten ist sie ein wichtiger Baustein für den Artenschutz, da sie bedrohten Gästen wie der Schwarzgefleckten Herbsteule (Agrochola lychnidis) hilft. Mit dieser Pflanze holst Du Dir eine seltene Wildstaude nach Hause, die auf der Roten Liste steht. Du wirst sehen: Sie ist unkompliziert und dankbar, wenn der Platz im Garten stimmt.
Seltene Schönheit für Kalkböden: Die Rettung für die Aschgraue Sandbiene.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Kleine Mädesüß ein wertvoller Anziehungspunkt für spezialisierte Insekten. Die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) und die markante Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) nutzen die Blüten von Juni bis August als wichtige Pollenquelle. Auch die seltene Wiesen-Wespenbiene (Nomada lathburiana) lässt sich hier oft beobachten. In den Abendstunden profitieren Falter wie die Schwarzgefleckte Herbsteule (Agrochola lychnidis) von dem Angebot. Da die Samen mit nur 0,7659 mg extrem leicht sind, werden sie über weite Strecken durch den Wind verbreitet. Kleine Punktkäfer (Corylophidae) finden in den dichten Blütenständen ebenfalls Schutz.
Bitte beachte, dass das Kleine Mädesüß in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft wird. In einem Garten mit kleinen Kindern solltest Du daher achtsam bei der Standortwahl sein und darauf achten, dass keine Pflanzenteile verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der charakteristischen, farnähnlichen Blätter für Kenner kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.402 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 7), damit die Pflanze kräftig blüht.
Der Boden sollte mager sein (Schwachzehrer); vermeide Dünger, da dieser das Wachstum eher unterdrückt.
Achte auf kalkhaltige oder basische Bodenverhältnisse (Reaktionswert 8), gib im Zweifel etwas Kalk hinzu.
Pflanze im Frühling (März-Mai) oder Herbst (September-November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte den Boden eher trocken bis mäßig feucht; Staunässe verträgt die Staude nicht.
Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0.4 m und passt daher gut in den vorderen Beetbereich.
Lasse die Samenstände im Herbst stehen, da die leichten Samen durch den Wind verteilt werden.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, magere Standorte und ergänzt die frühe Blütezeit.
Das Kleine Mädesüß (Filipendula vulgaris) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) besiedelt es bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Besonders auffällig ist seine Wuchsform als ausdauernde, nicht verholzte krautige Pflanze. Mit einer Blattfläche von etwa 167 mm² sind die breitblättrigen Blätter fein gegliedert, was die Verdunstung an sonnigen Standorten reduziert. In der freien Natur ist die Art bereits gefährdet und wird auf der Roten Liste in Stufe 3 geführt.
30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_503461846
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →