Bild folgtKI-generierte IllustrationNomada ruficornis
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Mit einer Größe von etwa acht bis zwölf Millimetern, einer fast haarlosen schwarz-gelben Zeichnung und einem charakteristischen Suchflug dicht über dem Erdboden ähnelt diese Wildbiene einer kleinen Wespe. Du wirst sie im Garten meist dabei beobachten, wie sie suchend über offene Bodenstellen patrouilliert, um die Nester ihrer Wirtsbienen zu finden. Da die Rotfühler-Wespenbiene eine Kuckuckswildbiene (eine Art, die ihre Eier in fremde Nester legt) ist, baut sie keine eigenen Brutzellen, sondern nutzt die Vorräte anderer Erdbienen. Von April bis Juni kannst du sie an verschiedenen Blüten entdecken, wobei Weiden wie die Grau-Weide, Korb-Weide oder Bruch-Weide besonders wichtige Nektarquellen darstellen. Auch die Mandelblättrige Wolfsmilch, der Gamander-Ehrenpreis und die Blutwurz werden von ihr zur Energieaufnahme aufgesucht. Um dieses Tier zu fördern, solltest du im Garten vegetationsfreie Bodenstellen erhalten, in denen ihre Wirtsbienen siedeln können. Ein naturnahes Umfeld mit dem Echten Sumpf-Vergissmeinnicht oder der Lorbeer-Weide bietet ihr ideale Bedingungen. Gelegentlich lässt sie sich auch an der Berg-Engelwurz beim Nektartrinken beobachten. Durch die rötlich gefärbten Fühlerbasen lässt sie sich von anderen ähnlichen Wespenbienen unterscheiden.
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Trotz ihres wespenähnlichen Aussehens ist die Rotfühler-Wespenbiene für Menschen absolut harmlos und friedfertig. Sie besitzt zwar einen Stachel, nutzt diesen jedoch nicht zur Verteidigung gegenüber Menschen und ist zudem gesetzlich geschützt. Eine Verwechslung mit Wespen ist aufgrund der Färbung leicht möglich, doch ihr Verhalten ist vollkommen unbedenklich.
Die Rotfühler-Wespenbiene gehört zur Familie der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Als cleptoparasitische (kuckucksartig lebende) Art hat sie eine spezialisierte Lebensweise entwickelt, die untrennbar mit dem Vorkommen ihrer Wirtsbienen verbunden ist. Morphologisch (körperbaulich) zeichnet sie sich durch die namensgebende Färbung der Fühler und einen wespenähnlichen Habitus (Erscheinungsbild) aus. Ihre Flugzeit korreliert (stimmt überein) exakt mit der Frühlingsaktivität der Sandbienen, in deren Nestern sich ihre Larven entwickeln.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloRes_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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