
Galium mollugo
Auch bekannt als: Klein-Wiesen-Labkraut, Grasstern, Weißes Waldstroh, Wiesen-Labkraut, Kleinblütiges Wiesen-Labkraut, Gemeines Labkraut, Wiesenlabkraut, Weisses Waldstroh
Artengruppe
62
Arten
interagieren
200
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst das Wiesen-Labkraut an seinen quirlstaendigen Blaettern – also Blaettern, die wie Radspeichen in Etagen um den Stängel angeordnet sind – und den wolkenartigen, weissen Bluetenstænden. Als heimische Wildpflanze ist sie ein wesentlicher Bestandteil unserer regionalen Oekosysteme und traegt zur Stabilisierung der biologischen Vielfalt bei. Da sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingefuehrt wurde) gilt, ist sie seit Jahrhunderten perfekt an unser Klima angepasst. Mit ihrer langen Bluetezeit von April bis August bietet sie ueber Monate hinweg eine verlaessliche Struktur im Garten. Du kannst mit dieser robusten Art wenig falsch machen, wenn du eine naturnahe Wiese anstrebst.
Fuenf Monate Bluetenwolken: Die heimische Basis fuer jede Naturwiese.
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Als indigene Art spielt das Wiesen-Labkraut eine wichtige Rolle im regionalen Naturhaushalt. Die lange Bluetephase, die sich ueber fuenf Monate von April bis August erstreckt, stellt eine kontinuierliche Ressource in der Landschaft dar. Da die Pflanze auf der Roten Liste als ungefaehrdet gefuehrt wird, ist sie ein stabiler Ankerpunkt fuer die lokale Fauna. Die Bindung an Arbuskulaere Mykorrhizapilze (AM) zeigt zudem ihre tiefe Vernetzung im Boden-Oekosystem. Als Archäophyt ist sie seit Generationen Teil unserer Kulturlandschaft und unterstuetzt die heimische Biodiversitaet effektiv.
In der Datenbank wird die Pflanze als nicht kindersicher aufgefuehrt. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du in Gaerten mit kleinen Kindern vorsichtig sein und den Verzehr vermeiden. Es besteht kaum Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, sofern auf die charakteristischen quirlstaendigen Blaetter geachtet wird.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.33 m
Das Wiesen-Labkraut ist eine anpassungsfaehige Art, die am besten an sonnigen bis halbschattigen Standorten gedeiht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Fruehjahr zwischen Maerz und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Achte beim Einsetzen auf einen offenen Boden, damit sich die Wurzeln gut mit den Mykorrhizapilzen (nutzbringende Bodenpilze) vernetzen koennen.
Die Pflanze ist robust und benoetigt nach dem Anwachsen kaum Zusaetze oder Duenger.
Da sie von April bis August blueht, empfiehlt sich ein vorsichtiger Rueckschnitt nach der ersten Hauptbluete, um die Vitalitaet zu foerdern.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert ueber Samen, die nach der Bluete reifen.
Im Winter koennen die verbluehten Stängel stehen gelassen werden, um die Bodenökologie zu schuetzen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide Arten teilen sich oft den gleichen Lebensraum in der Natur und ergaenzen sich in ihrer Wuchsform.
Diese Kombination foerdert ein stabiles oekologisches Gleichgewicht in deiner Gartenwiese.
Das Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) gehört zur Artengruppe der Labkraeuter und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Die Pflanze ist in Laendern wie Deutschland, Oesterreich und der Schweiz indigen (heimisch) und besiedelt bevorzugt frische Wiesen und Wegraender. Eine morphologische Besonderheit ist der vierkantige Stängel, der typisch fuer viele Vertreter dieser Gattung ist. Zudem lebt die Art in einer AM-Mykorrhiza (eine Symbiose mit speziellen Bodenpilzen), was ihre Naehrstoffaufnahme und Stressresistenz verbessert.
3 Videos zu Wiesen-Labkraut (Artengruppe)



38 Arten interagieren mit dieser Pflanze
24 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_382695246
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