
Genista tinctoria
31
Arten
interagieren
80
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Färber-Ginster (Genista tinctoria) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Seine goldgelben Schmetterlingsblüten leuchten von Juni bis August in dichten Trauben an den grünen Zweigen. Dieser kompakte Strauch ist ein echter Geheimtipp für Deinen Garten, wenn Du bedrohten Insekten helfen willst. Er dient als lebenswichtige Kinderstube für spezialisierte Falter wie den Grünen Zipfelfalter (Callophrys rubi) oder die seltene Pfeilflecken-Kräutereule (Lacanobia contigua). Da er auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht, leistest Du mit seiner Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Mit seiner geringen Größe passt er perfekt in sonnige Beetecken oder Steingärten.
Goldgelber Überlebenskünstler: Unverzichtbare Heimat für seltene Kräutereulen.
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Nach aktuellen Daten ist dieser Ginster eine herausragende Raupenfutterpflanze für zahlreiche Nachtfalterarten. Zu den Profiteuren gehören die Wiesenbuschmoor-Frühlingseule (Cerastis leucographa), die Graufeld-Kräutereule (Lacanobia dentina) und die seltene Opima-Kätzcheneule (Orthosia opima). Auch der Hellgraue Wellenstriemenspanner (Scotopteryx mucronata) ist auf ihn angewiesen. Die Schmetterlingsblüten bieten Nektar für spezialisierte Wildbienen und Schmetterlinge wie den Grünen Zipfelfalter (Callophrys rubi). Da die Pflanze leichte Samen bildet, finden auch Vögel im Winter eine kleine Futterquelle. Die Einstufung in die Vorwarnliste der Roten Liste unterstreicht seine hohe ökologische Bedeutung.
Der Färber-Ginster ist laut Datenbank nicht kindersicher und gilt als giftig. Alle Pflanzenteile enthalten Wirkstoffe, die bei Verzehr für Menschen und Haustiere problematisch sein können. Im Falle einer Aufnahme kontaktiere bitte sofort den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Halbverholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.445 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze einen Lichtwert von 7 (Sonne) benötigt.
Boden: Er ist ein Schwachzehrer (Magerzeiger) und gedeiht am besten auf nährstoffarmen Böden; verzichte auf Düngung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein, aber achte auf eine gute Drainage, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit: Setze den Ginster im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Wuchshöhe: Plane genau 0,44 m Platz in der Höhe ein, da er ein kleingebliebener Strauch ist.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte hilft, die Form zu bewahren, ist aber bei dieser Wildart nicht zwingend nötig.
Vermehrung: Er sät sich durch seine leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) oft selbst über den Wind aus.
Pflanzpartner: Die Heide-Nelke (Dianthus deltoides) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen mageren Bodenverhältnisse liebt.
Der Färber-Ginster gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Mitteleuropa. Sein natürlicher Lebensraum sind sonnige Magerwiesen (nährstoffarme Wiesen) und lichte Waldränder. Als Halbstrauch verholzt er im unteren Bereich, während die oberen Triebe krautig bleiben. Eine Besonderheit sind seine Wurzelknöllchen, in denen Bakterien Stickstoff aus der Luft binden, was ihm das Überleben auf kargen Böden ermöglicht. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,44 m bleibt er niedrig und kompakt.
3 Videos zu Färber-Ginster



22 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_366772671
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