Bild folgtKI-generierte IllustrationGymnadenia conopsea
Auch bekannt als: Langspornige Handwurz, Mücken-Händelwurz
28
Arten
interagieren
36
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Große Händelwurz (Gymnadenia conopsea) durch ihre dichten, zylindrischen Blütenstände aus unzähligen rosa bis purpurnen Einzelblüten, die besonders abends intensiv nach Nelken duften. Diese heimische Orchidee ist ein wertvoller Baustein für deinen Naturgarten, da sie auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht. Von ihrem Nektarangebot profitieren spezialisierte Insekten wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) oder der Wald-Mohrenfalter (Erebia aethiops). Wenn du einen sonnigen Standort mit magerem Boden hast, kannst du mit dieser Pflanze ein echtes botanisches Highlight setzen. Mit der Händelwurz holst du dir ein Stück bedrohte Wildnis direkt vor die Terrassentür.
Duftendes Orchideenwunder: Ein seltener Nektarschatz für deine Schmetterlinge.
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Die Große Händelwurz ist eine erstklassige Nektarpflanze für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten bedient sie vor allem Arten mit langen Rüsseln, wie das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) und den Wald-Mohrenfalter (Erebia aethiops). Auch Nachtfalter wie die Glanzeule (Amphipyra tragopoginis) suchen die Blüten auf, angelockt durch den nächtlichen Duft. Der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) zählt ebenfalls zu den regelmäßigen Besuchern. Da die Pflanze von Mai bis September blüht, schließt sie eine wichtige Lücke im sommerlichen Nahrungsangebot. Mit der Ansiedlung dieser gefährdeten Art leistest du einen direkten Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität.
Die Große Händelwurz ist als nicht kindersicher eingestuft und sollte daher nicht in Bereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder unbeaufsichtigt spielen. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Wildpflanzen. Die Pflanze ist für den Gartenbesitzer bei Berührung harmlos, sollte aber nicht verzehrt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickeln kann.
Der Boden sollte als Magerboden (nährstoffarm) beschaffen sein, da die Händelwurz ein Schwachzehrer ist.
Die Bodenfeuchte sollte „frisch“ (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass der Platz im Sommer nicht völlig austrocknet.
Die beste Pflanzzeit ist im zeitigen Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Verwende niemals Kunstdünger, da dies die lebenswichtigen Bodenpilze schädigt und die Orchidee absterben lässt.
Da die Art unter Naturschutz steht, darfst du sie nur aus zertifizierten Gärtnereien beziehen und niemals aus der Natur entnehmen.
Ein Rückschnitt sollte erst erfolgen, wenn die Samenstände im Spätherbst völlig vertrocknet sind.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – beide Arten teilen die Vorliebe für kalkhaltige Standorte und ergänzen sich hervorragend als Nektarquelle.
Die Große Händelwurz (Gymnadenia conopsea) gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Ihr natürlicher Lebensraum umfasst Kalk-Magerrasen (nährstoffarme, kalkhaltige Wiesen) und Flachmoore. Morphologisch besticht sie durch ihre unbefleckten, schmal-lanzettlichen Blätter und den charakteristischen langen, dünnen Sporn an jeder Einzelblüte, der den Nektar verbirgt. Als Erdorchidee geht sie im Boden eine lebensnotwendige Symbiose mit Mykorrhizapilzen (Wurzelpilzen) ein.
24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →