Bild folgtKI-generierte IllustrationHelictotrichon pubescens
Auch bekannt als: Flaumhafer
41
Arten
interagieren
48
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Flaumigen Wiesenhafer (Helictotrichon pubescens) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die silbrig-weiche Behaarung der unteren Blattscheiden verleiht dem Gras ein fast samtiges Aussehen. In Deinem Naturgarten ist dieses heimische Süßgras ein echter Gewinn, da es als wichtige Kinderstube für spezialisierte Falter wie den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) dient. Es bringt Struktur und eine natürliche Wildheit in Deine Beete, ohne sich dabei zu stark auszubreiten. Du machst hier alles richtig, wenn Du ein Stück authentische Wiesenökologie fördern möchtest.
Sanfter Flaum mit großer Wirkung: Die Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Futterpflanze für die Raupen verschiedener Schmetterlinge. Besonders der seltene Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) und der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) nutzen die Blätter als Nahrungsgrundlage. Auch der Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) profitiert von Beständen in Waldrandnähe. Während der Blütezeit von Mai bis September bietet es zwar keinen Nektar, liefert aber im Winter nahrhafte Samen für Vögel. Die Bindung an Arbuskuläre Mykorrhiza (eine nützliche Pilz-Wurzel-Symbiose) stärkt zudem die biologische Aktivität des Bodens.
Der Flaumige Wiesenhafer gilt als nicht kindersicher. Grund hierfür sind die scharfen Blattkanten und die spitzen Grannen (borstenartige Fortsätze an den Blüten), an denen man sich leicht schneiden kann. Eine Verwechslung mit giftigen Arten besteht im Bereich der Gräser kaum, dennoch sollte man beim Rückschnitt Handschuhe tragen, um Hautirritationen durch die feinen Härchen zu vermeiden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.55 m
Standort: Bevorzugt sonnige bis leicht halbschattige Plätze auf eher mageren (nährstoffarmen) Böden.
Bodenbeschaffenheit: Die Erde sollte durchlässig und kalkreich sein; Staunässe verträgt das Gras nicht.
Pflanzzeit: Idealerweise setzt Du junge Pflanzen von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Bewässerung: Nur in der Anwachsphase nötig, danach ist das Gras sehr trockenheitsresistent.
Pflege: Auf Dünger solltest Du verzichten, um den natürlichen Wuchs zu erhalten.
Rückschnitt: Schneide die Halme erst im späten Februar zurück, damit die Halme im Winter Insekten als Quartier dienen.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr ist unkompliziert möglich.
Kombinationsempfehlung: Eine ideale Partnerin ist die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – beide teilen den Standortanspruch und fördern gemeinsam die Schmetterlingsvielfalt.
Der Flaumige Wiesenhafer gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) eingestuft. Er besiedelt typischerweise Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) und Halbtrockenrasen, kommt aber auch mit wechselfeuchten Bedingungen zurecht. Ein markantes Merkmal ist sein horstförmiger Wuchs mit aufrechten Halmen, die eine Höhe von bis zu 120 Zentimetern erreichen können. Als Archäophyt (vor 1492 eingewandert) oder heimische Art ist er perfekt an unser Klima angepasst.
1 Video zu Flaumiger Wiesenhafer

39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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