Bild folgtKI-generierte IllustrationHesperis matronalis agg.
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
32
Arten
interagieren
44
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Nachtviole (Hesperis matronalis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit einer Wuchshöhe von exakt 0,58 m und ihren markanten, breiten Blättern ist sie eine charakteristische Erscheinung im halbschattigen Gartenbereich. Als wertvolle Futterpflanze unterstützt sie aktiv die lokale Artenvielfalt, indem sie wichtige Nahrung für Tagfalter wie den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) bietet. Auch spezialisierte Wildbienen wie die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum) profitieren von ihr. Wenn du einen frischen Standort im Garten hast, wirst du mit dieser Art viel Freude am Beobachten von Insekten haben.
Die 0,58 m hohe Nektartankstelle für Aurorafalter und seltene Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Nachtviole eine zentrale Ressource für verschiedene Insekten. Besonders der Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzen sie als wichtige Nahrungsquelle. Unter den Wildbienen profitieren insbesondere die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes), die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) und die Dunkelgrüne Schmalbiene (Lasioglossum nitidulum). Dank des geringen Gewichts ihrer Samen von nur etwa 2,37 mg kann sich die Art über Wind- und Fernausbreitung eigenständig im Garten verbreiten und so dauerhaft zur Biodiversität beitragen.
Die Nachtviole wird als nicht kindersicher eingestuft. Bitte achte darauf, die Pflanze außerhalb der Reichweite kleiner Kinder zu platzieren. Im Falle eines unbeabsichtigten Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, dort fühlt sich die Pflanze am wohlsten.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, humusreichen Boden.
Feuchtigkeit: Halte das Erdreich stets frisch (mäßig feucht), vermeide aber stehendes Wasser.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Wuchs: Plane ausreichend Platz für eine Wuchshöhe von 0,58 m ein.
Vermehrung: Lass die Samenstände im Herbst stehen, da die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) über den Wind neue Stellen besiedeln.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, fördert aber bei Bedarf die Ordnung im Beet.
Pflanzpartner: Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) ist eine ideale Begleiterin, da sie die gleichen Standortansprüche teilt und ebenfalls als Raupenfutterpflanze dient.
Die Nachtviole gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und ist in der gesamten DACH-Region verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst lichte Waldränder und Auen, wo sie auf frischen (mäßig feuchten) und nährstoffreichen Böden gedeiht. Als krautige Pflanze bildet sie keine verholzten Strukturen aus. Mit einer Blattfläche von 1144,01 mm² und einem leichten Diasporengewicht (Samengewicht) von etwa 2,37 mg ist sie morphologisch perfekt an die Windausbreitung angepasst.
28 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →