
Hyssopus officinalis
Auch bekannt als: Ysop
15
Arten
interagieren
23
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren tiefblauen, ährenartigen Blütenständen lässt sich der Echte Ysop (Hyssopus officinalis) sofort erkennen. Dieser aromatische Halbstrauch ist ein unverzichtbarer Baustein für deinen Naturgarten, da er besonders im Spätsommer eine verlässliche Nahrungsquelle bietet. Unter den Besuchern finden sich spezialisierte Insekten wie die Große Salbei-Schmalbiene und die Waldhummel, die den nahrhaften Nektar gezielt anfliegen. Auch für die Raupen der Glanzeule stellt die Pflanze eine wichtige Lebensgrundlage dar. Wenn du einen sonnigen, eher trockenen Platz im Garten hast, machst du mit dieser Art alles richtig. Du wirst schnell merken, wie viel Leben dieser blaue Farbtupfer in deine Beete bringt.
Blaue Blütenpracht bis Oktober: Ein Festmahl für die Große Salbei-Schmalbiene.
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Der Echte Ysop ist ein wahrer Magnet für Bestäuber. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er intensiv von der Honigbiene und der Waldhummel angeflogen. Besonders hervorzuheben ist sein Nutzen für die Große Salbei-Schmalbiene und Tagfalter wie den Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae). Für die nächtliche Insektenwelt ist er als Raupenfutterpflanze der Glanzeule von großer Bedeutung. Die Ausbreitung erfolgt effizient über den Wind, da die Samen mit einem Gewicht von etwa 0.9697 mg sehr leicht sind. Da er von Juli bis in den Oktober hinein blüht, schließt er eine wichtige Versorgungslücke im herbstlichen Garten.
In der Gartenplanung ist zu beachten, dass der Echte Ysop als nicht kindersicher eingestuft wird. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe sollten die Pflanzenteile nicht in größeren Mengen von Kindern verzehrt werden. Für Erwachsene ist er als Gewürzpflanze sicher, sollte aber in Bereichen, in denen Kleinkinder spielen, mit Bedacht platziert werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.297 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Ellenberg Licht 8), der mindestens sechs Stunden direkte Sonne pro Tag erhält.
Der Boden muss trocken sein (Ellenberg Feuchte 3); Staunässe verträgt die Pflanze gar nicht.
Setze den Ysop in mageren, also nährstoffarmen Boden (Ellenberg Nährstoffe 3), um einen gesunden Wuchs zu fördern.
Achte auf eine kalkhaltige oder basische Bodenbeschaffenheit (Ellenberg Reaktion 7).
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte einen Pflanzabstand von 25 bis 30 cm ein.
Ein leichter Rückschnitt im zeitigen Frühjahr hält den Strauch kompakt und fördert die Blütenfülle.
Gute Partnerin: Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist eine ideale Ergänzung, da er ähnliche Ansprüche an Trockenheit und Kalk stellt und die ökologische Nische für Bestäuber erweitert.
Der Echte Ysop gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Als typischer Bewohner von Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) ist er perfekt an karge Standorte angepasst. Die Pflanze wächst als kompakter Halbstrauch und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.3 m. Seine schmalen, breitblättrigen Blätter verströmen einen intensiven Duft, der typisch für viele Arten dieser Familie ist. Obwohl er als Neophyt (Pflanze, die nach 1492 eingeführt wurde) gilt, hat er sich fest in der regionalen Flora etabliert.
12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_276899084
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