Bild folgtKI-generierte IllustrationMentha arvensis
Auch bekannt als: Herbe d'anguille, Feldminze, menthe des champs, Kornminze
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Arten
interagieren
229
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren quirlförmig angeordneten Blüten in den Blattachseln lässt sich die Acker-Minze (Mentha arvensis) sofort erkennen. Im Gegensatz zu vielen gezüchteten Gartenminzen ist sie eine heimische Wildpflanze, die wertvolle Dienste für unsere Insektenwelt leistet. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) finden hier eine wichtige Nahrungsquelle. Da sie mit genau 0,29 m eher niedrig bleibt, passt sie wunderbar in den vorderen Bereich naturnaher Beete. Wenn du einen feuchten Platz im Garten hast, triffst du mit ihr genau die richtige Wahl für den regionalen Artenschutz. So schaffst du ein kleines Refugium, das von Juni bis Oktober Farbe bekennt.
Heimische Wildminze: 5 Monate Nektarquelle für den Kleinen Feuerfalter.
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Die Acker-Minze ist nach aktuellen Bestäubungsdaten ein Magnet für spezialisierte Insekten. Besonders profitieren Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae), der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) von ihrem Nektarangebot. Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) besuchen die Blüten regelmäßig. Eine Besonderheit in der Insektenwelt ist der Besuch der Haarigen Dolchwespe (Scolia hirta), die auf solche Wildkräuter angewiesen ist. Da die Pflanze von Juni bis Oktober blüht, stellt sie eine verlässliche Futterquelle im Spätsommer dar. Ihre leichten Samen können zudem als winzige Futterportionen für Kleinvögel dienen.
Bitte beachte, dass die Acker-Minze in der Datenbank als nicht explizit kindersicher eingestuft ist. Auch wenn Wildminzen oft aromatisch duften, solltest du sie in einem Familiengarten mit kleinen Kindern eher außerhalb der direkten Spielbereiche pflanzen. So gehst du sicher, dass die Pflanze lediglich aus der Ferne bewundert wird.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.294 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen sonnigen Platz (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickelt.
Bodenfeuchte: Achte auf einen frischen bis feuchten Standort (Feuchtewert 8), da die Acker-Minze Trockenheit schlecht verträgt.
Bodenbeschaffenheit: Ein normaler Gartenboden als Mittelzehrer (ausgewogener Nährstoffgehalt) ohne Staunässe ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Wuchs: Die Pflanze bleibt mit 0,29 m kompakt, breitet sich aber durch Ausläufer am Boden aus.
Vermehrung: Die sehr leichten Samen (0,1483 mg) verbreiten sich über den Wind; auch eine Teilung des Wurzelstocks ist im Frühjahr möglich.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber nach der Samenreife im Spätherbst erfolgen.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schafgarbe (Achillea ptarmica) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Böden und ergänzt das Nahrungsangebot für Bestäuber.
Die Acker-Minze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine fest etablierte, heimische Art. Als sogenannter Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits indigen war) besiedelt sie natürlicherweise feuchte, neutrale Standorte wie Grabenränder oder feuchte Wiesen. Charakteristisch ist ihr krautiger, nicht verholzender Wuchs mit einer Wuchshöhe von 0,29 m und breitblättrigen Blättern. Sie wird ökologisch als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) eingestuft und bevorzugt sonnige Plätze, was sie zu einer robusten Bewohnerin für feuchtere Gartenareale macht.
3 Videos zu Acker-Minze



54 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →