Bild folgtKI-generierte IllustrationParnassia palustris
Auch bekannt als: Studentenröschen
50
Arten
interagieren
206
Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) durch seine reinweißen Blüten mit den feinen, grünen Längsadern und den herzförmigen Blättern direkt über dem Boden. In deinem Garten ist diese seltene Schönheit ein echter Naturschutzbeitrag, da sie auf der Roten Liste steht und spezialisierte Insekten wie die Weißbeinige Schmalbiene (Lasioglossum albipes) anlockt. Auch der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzt die Blüte als wichtige Nahrungsquelle im Sommer. Wenn du einen dauerhaft feuchten Platz am Teichrand hast, ist diese Pflanze ein absolutes Muss für dich. Mit ihrer langen Blütezeit bis in den September hinein wertest du deinen Garten oekologisch enorm auf.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Sumpf-Herzblatt eine wichtige Anlaufstelle für die Weißbeinige Schmalbiene (Lasioglossum albipes). Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) suchen die Blüten regelmäßig auf. Eine Besonderheit ist die Attraktivität für Ameisen: Sowohl die Rote Gartenameise (Myrmica rubra) als auch die Schwarzgraue Sklavenameise (Formica fusca) werden häufig auf den Blüten beobachtet. Für die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) dient die weiße Blüte als idealer Tarnplatz für die Jagd. Da die Pflanze auf der Roten Liste mit der Kategorie 3 (gefährdet) geführt wird, ist jede Ansiedlung im Garten ein aktiver Beitrag zum Artenschutz.
Das Sumpf-Herzblatt wird als nicht kindersicher eingestuft. Da die Pflanze in allen Teilen Inhaltsstoffe besitzt, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, ist im Garten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der einzigartigen Blütenstruktur mit den grünen Adern kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.11 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Pflanze viel Licht für die Blütenbildung benötigt.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein, ideal ist eine flache Uferzone oder ein Sumpfbeet.
Achte darauf, dass das Substrat ein Schwachzehrer-Boden (nährstoffarme Erde) ist, da Überdüngung der Pflanze schadet.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da das Sumpf-Herzblatt konkurrenzschwach ist, solltest du wüchsige Gräser in der direkten Nachbarschaft regelmäßig im Zaum halten.
Eine Vermehrung erfolgt durch Samen, die im Herbst direkt am Standort ausgesät werden.
Als Kaltkeimer benötigen die Samen den Kältereiz des Winters, um im nächsten Frühjahr auszutreiben.
Gute Partnerin: Die Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide lieben nasse Füße, wobei die Dotterblume das Frühjahr schmückt und das Herzblatt die Blütezeit bis in den Spätsommer verlängert.
Das Sumpf-Herzblatt (Parnassia palustris) gehört zur Ordnung der Spindelbaumartigen (Celastrales) und ist eine ausdauernde, krautige Pflanze. In Deutschland, Oesterreich und der Schweiz besiedelt sie bevorzugt Flachmoore und wechselfeuchte Magerwiesen (nährstoffarme Wiesen mit wechselnden Wasserstaenden). Morphologisch auffällig sind die fuenf Staubblätter, die zu glänzenden, gelben Drüsen umgewandelt sind. Diese taeuschen Insekten Nektartropfen vor, was eine faszinierende Anpassung an ihren Lebensraum darstellt. Die Art gilt als Indigen (einheimisch) und ist aufgrund schwindender Lebensräume bereits gefährdet.
3 Videos zu Sumpf-Herzblatt



18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
32 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →