Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa humilis
Auch bekannt als: Poa humilis
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Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
An den bläulich bereiften Blättern und der lockeren, fast zierlichen Wuchsform lässt sich das Bläuliche Wiesen-Rispengras (Poa humilis) sofort erkennen. Es ist ein oft übersehener, aber ökologisch wertvoller Bestandteil naturnaher Wiesen und Gärten. Besonders für spezialisierte Schmetterlinge wie den Gelbbunten Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) oder den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) ist dieses Gras als Raupenfutterpflanze überlebenswichtig. Es fördert durch seine Wurzelbeziehungen die Bodengesundheit und passt perfekt in karge Gartenbereiche. Wenn du dieses Gras in deine Pflanzung integrierst, schaffst du ein wichtiges Refugium für bedrohte Falter.
Überlebenswichtige Kinderstube für den seltenen Spiegelfleck-Dickkopffalter.
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Dieses Gras fungiert als entscheidende Kinderstube für eine Vielzahl von Schmetterlingen. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Arten wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) von der Pflanze als Raupennahrung. Auch seltenere Falter wie Gegenes nostrodamus oder Borbo borbonica sind auf diese Grasart angewiesen. Im Winter bieten die verbliebenen Halme und Samen eine wichtige Futterquelle für Vögel und Unterschlupf für Insekten. Die Mykorrhiza-Verbindung vom Typ AM fördert zudem die mikrobielle Vielfalt in deinem Gartenboden.
Bitte beachte, dass dieses Gras gemäß den Datenbank-Informationen nicht als kindersicher eingestuft wird. Dies kann an den teils scharfen Blattkanten liegen, die bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittwunden führen können. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten besteht jedoch nicht, die Pflanze selbst ist ungiftig.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.19 m
Das Bläuliche Wiesen-Rispengras ist ein Spezialist für karge Standorte und kommt hervorragend mit nährstoffarmen Verhältnissen zurecht.
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte gut durchlässig sein; Staunässe mag dieses Gras nicht.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Eine Düngung ist nicht erforderlich, da das Gras an Magerstandorte (nährstoffarme Flächen) angepasst ist.
Da es Mykorrhiza-Partner (Wurzelpilze) nutzt, verbessert es die Bodenstruktur über die Jahre von selbst.
Die Vermehrung klappt unkompliziert über die kurzen Ausläufer.
Ein Rückschnitt sollte erst im Spätwinter erfolgen, damit die Halme im Winter als Schutz dienen können.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für eher trockene, sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in einer naturnahen Wiesenmischung.
Das Bläuliche Wiesen-Rispengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) innerhalb der Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Es ist in Mitteleuropa, insbesondere in Österreich, indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt trockene Standorte oder Magerrasen. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet es sich durch kurze unterirdische Ausläufer und eine bläuliche Wachsschicht auf den Blättern aus. Als Mykorrhiza-Pflanze lebt es in einer Symbiose mit Pilzen vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), was seine Nährstoffaufnahme auf kargen Böden optimiert.
3 Videos zu Bläuliches Wiesen-Rispengras



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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