Bild folgtKI-generierte IllustrationRibes uva-crispa
Auch bekannt als: Agrasel, Stachelbeeren, Grusselbeere
36
Arten
interagieren
61
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren markanten, sparrig wachsenden Zweigen mit den kräftigen Stacheln lässt sich die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) sofort erkennen. In deinem Naturgarten erfüllt dieser heimische Strauch eine wichtige Funktion als früher Nektarspender im April. Besonders der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und verschiedene Wildbienen wie die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) steuern die unauffälligen Blüten gezielt an. Da der Strauch auch als Kinderstube für Nachtfalter wie den Braunen Bären (Arctia caja) dient, förderst du mit ihm aktiv die Artenvielfalt. Wenn du einen halbschattigen Platz unter Bäumen hast, machst du mit dieser Pflanze alles richtig.
Frühes Buffet im April: Ein dorniges Paradies für Schmetterlinge und Bienen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Stachelbeere ein wichtiger Baustein im ökologischen Netz. Als Raupenfutterpflanze ist sie unverzichtbar für Falter wie die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara) und den Doppelzahnspanner (Odontopera bidentata). Sogar die auffälligen Raupen des Braunen Bären (Arctia caja) nutzen die Blätter als Nahrung. Für Bestäuber ist sie eine der ersten Anlaufstellen im Jahr. Die Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) und der Kleine Fuchs (Aglais urticae) profitieren von dem frühen Energieangebot im April, wenn viele andere Sträucher noch ruhen. Im Sommer bieten die Beeren zudem eine natürliche Nahrungsquelle für heimische Vögel.
Die Stachelbeere gilt als nicht kindersicher, da ihre Zweige mit spitzen Stacheln besetzt sind. Bei Kontakt besteht eine gewisse Verletzungsgefahr für die Haut. Die Früchte selbst sind jedoch vollkommen ungiftig und können bedenkenlos verzehrt werden. Verwechslungen mit giftigen Wildpflanzen sind aufgrund der markanten Blattform und Bewehrung nahezu ausgeschlossen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Apr
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.09 m
Die Stachelbeere ist recht unkompliziert, wenn man ihre Vorlieben kennt.
Standort : Sie bevorzugt Halbschatten oder sogar Schatten, was sie ideal für die Unterpflanzung von Bäumen macht.
Boden : Die Erde sollte frisch (mäßig feucht) sein. Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt sie normalen Gartenboden, der nicht zu stark gedüngt werden muss.
Pflanzzeit : Setze den Strauch am besten zwischen September und November oder im Frühjahr von März bis Mai, solange der Boden offen ist.
Pflege : Ein Auslichtungsschnitt im späten Winter sorgt dafür, dass genug Licht ins Innere gelangt.
Vermehrung : Du kannst im Herbst einfach Steckhölzer schneiden.
Kombination : Eine hervorragende Nachbarin ist die Echte Schlüsselblume (Primula veris). Beide teilen den Anspruch an einen frischen Boden und ergänzen sich im April als wichtige Nahrungsquelle für Insekten.
Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa) gehört zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). Als indigene Art (ursprünglich hier heimisch) oder Archäophyt (vor 1492 eingewandert) ist sie in ganz Mitteleuropa verbreitet. Man findet sie in der Natur oft an Waldrändern oder in feuchten Gebüschen. Charakteristisch sind die dreilappigen Blätter und die typischen Stacheln, die aus der Rinde austreten und botanisch gesehen umgewandelte Blatteile oder Auswüchse der Sprossachse sind.
20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →