Bild folgtKI-generierte IllustrationRumex crispus × obtusifolius
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
25
Arten
interagieren
29
Interaktionen
dokumentiert
14
Wirtsbeziehungen
Arten
An den großen, leicht gewellten Blättern und dem straff aufrechten Wuchs lässt sich der Bastard-Ampfer (Rumex crispus × obtusifolius) sofort erkennen. Diese natürliche Kreuzung ist im Naturgarten eine wertvolle Bereicherung, da sie spezialisierten Insekten als Lebensgrundlage dient. Besonders der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und die auffälligen Raupen des Braunen Bären (Arctia caja) sind auf solche Bestände angewiesen. Mit einer Wuchshöhe von 0.83 m besetzt er eine wichtige Nische im Staudenbeet. Wenn du in deinem Garten eine Ecke für die Wildnis reservierst, bietest du diesen Tieren eine unverzichtbare Kinderstube.
Wichtige Kinderstube für den Kleinen Feuerfalter und den Braunen Bären.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Falter von dieser Pflanze. Der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) nutzt sie zur Eiablage, und die Raupen des Braunen Bären (Arctia caja) finden an den großen Blättern reichlich Nahrung. Auch der Käfer Apion frumentarium gehört zu den regelmäßigen Besuchern. Da die Samen bis in den Winter am Stängel bleiben, dienen sie Vögeln als wichtige Futterquelle in der kargen Zeit. Mit einer Blattfläche von 3542.72 mm² bietet jede Pflanze zudem viel Siedlungsraum für Kleinstlebewesen. Die leichte Diaspore (Samenkorn) von 1.6499 mg sichert die natürliche Ausbreitung in der Landschaft.
Der Bastard-Ampfer ist als nicht kindersicher eingestuft. Er enthält, wie viele Ampferarten, Oxalsäure, die bei Verzehr in größeren Mengen zu Unwohlsein führen kann. Achte darauf, dass Kinder die Pflanze nicht mit essbarem Wildgemüse verwechseln. Im normalen Gartenalltag ist der Umgang bei Beachtung dieser Vorsicht jedoch unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.826 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 7: Wähle einen vollsonnigen Standort im Garten, um ein kräftiges Wachstum zu fördern.
Feuchte 5: Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; die Pflanze verträgt keine extreme Trockenheit.
Nährstoffe 6: Als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) gedeiht er am besten in normalem Gartenboden ohne übermäßige Düngung.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Boden: Neutral / Schwach sauer (Reaktion 6) bedeutet, dass herkömmliche Gartenerde ideal ist.
Pflege: Da die Samen nur 1.6499 mg wiegen und leicht verwehen, kannst du die Fruchtstände vor der Reife kappen, falls du keine Selbstaussaat wünscht.
Rückschnitt: Lass die vertrockneten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Glockenblume (Campanula patula) — sie teilt den Wunsch nach frischem Boden und ergänzt den Ampfer oekologisch perfekt.
Der Bastard-Ampfer gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und zur Ordnung der Nelkenartigen. Er ist eine Kreuzung unserer heimischen Arten Krauser Ampfer und Stumpfblättriger Ampfer, die überall in Mitteleuropa auf frischen (mäßig feuchten) Standorten vorkommt. Als Krautige Pflanze (nicht verholzend) bildet er im Frühjahr kräftige, breitblättrige Rosetten aus. Die Pflanze erreicht eine präzise Höhe von 0.83 m. Die Vermehrung erfolgt über sehr leichte Samen, die durch den Wind oder Fernausbreitung neue Lebensräume erschließen.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →