
Sanguisorba officinalis
Auch bekannt als: Groß-Wiesenknopf
45
Arten
interagieren
63
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst den Großen Wiesenknopf sofort an seinen dunkelroten, fast schwarz-violetten Blütenköpfchen, die wie kleine, längliche Eier an hohen, drahtigen Stängeln im Wind wippen. Er ist eine unverzichtbare Schlüsselart für die heimische Artenvielfalt, da er die einzige Lebensgrundlage für den seltenen Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) darstellt. Auch der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) profitiert stark von seinem Vorkommen. Da die Pflanze auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten steht, leistest du mit ihr einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du eine feuchtere Ecke im Garten hast, ist diese Staude eine ideale Wahl für dich.
Überlebenswichtig für den seltenen Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling.
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Diese Pflanze ist ein hochspezialisierter Lebensraum. Für den Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Phengaris nausithous) ist sie überlebenswichtig, da die Raupen ausschließlich an ihren Blüten fressen. Auch der Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis daphne) und der Wachtelweizen-Scheckenfalter (Mellicta athalia) nutzen den Großen Wiesenknopf als Nektarquelle. Neben Schmetterlingen besuchen spezialisierte Käfer wie der Rotbeinige Zipfelkäfer die markanten Blütenstände. Im Winter dienen die harten Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel und bieten Schlupfwinkel für Insekten. Mit dieser Pflanze schützt du eine Art der Vorwarnliste (Rote Liste V) und förderst ein komplexes Beziehungsgefüge.
Der Große Wiesenknopf wird in Fachdatenbanken als nicht uneingeschränkt kindersicher geführt, weshalb er primär als Zier- und Ökostaude und nicht als Spielpflanze für Kleinkinder dienen sollte. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Kleinen Wiesenknopf (Sanguisorba minor), der jedoch deutlich kleiner bleibt und auf trockenen Böden wächst. Die Pflanze ist für den Menschen nicht hochgiftig, sollte aber im Garten mit der gebotenen Vorsicht bei Kindern gepflanzt werden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.53 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze kräftige Stängel entwickelt.
Boden: Ideal ist ein Boden für Mittelzehrer (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf), der nicht zu mager sein sollte.
Feuchtigkeit: Der Standort sollte frisch (mäßig feucht, nie ganz austrocknend) sein; längere Trockenheit im Sommer solltest du durch Gießen ausgleichen.
Pflanzzeit: Setze die Staude am besten im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die verblühten Köpfe solltest du über den Winter stehen lassen, da sie Struktur im Garten bieten.
Rückschnitt: Erst im späten Februar erfolgt der bodennahe Rückschnitt der alten Triebe.
Vermehrung: Er sät sich an geeigneten Stellen moderat selbst aus, ohne lästig zu werden.
Kombinationsempfehlung: Ein hervorragender Partner ist das Echte Mädesüß (Filipendula ulmaria). Beide Arten kommen natürlich in Feuchtwiesen vor und ergänzen sich wunderbar in ihren Ansprüchen an die Bodenfeuchte.
Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in ganz Mitteleuropa indigen (einheimisch). Er besiedelt natürlicherweise wechselfeuchte Wiesen und Niedermoore, wobei er kräftige, ausdauernde Wurzelstöcke bildet. Auffällig sind seine unpaarig gefiederten Blätter (Blattstiele mit mehreren gegenüberliegenden Blattpaaren und einem Endblatt), die am Rand gesägt sind. Er wächst aufrecht und erreicht oft eine stattliche Höhe von über einem Meter, was ihn in der Wiesenvegetation gut sichtbar macht.
2 Videos zu Großer Wiesenknopf


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17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
26 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Anna Reinert / Adobe Stock
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