Bild folgtKI-generierte IllustrationSapygina decemguttata (Jurine, 1807)
Jurine, 1807
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Das auffälligste Erkennungsmerkmal dieser kleinen Keulwespe (Sapygidae) sind die zehn charakteristischen hellen Flecken auf ihrem dunklen Körper. Oft kannst du dieses flinke Insekt an sonnenbeschienenem Totholz oder alten Holzzäunen beobachten, wo es aufmerksam die Umgebung erkundet. In deinem Garten übernimmt die Art die ökologische Rolle einer Kuckuckswespe (Brutparasit), da sie ihre Eier in die Nester bestimmter Wildbienen legt. Die Larven ernähren sich nach dem Schlüpfen zunächst vom Ei oder der Larve des Wirtes und verzehren danach den mühsam gesammelten Pollenvorrat. Erwachsene Tiere hingegen suchen aktiv nach Nektar an verschiedenen Blüten, um ihren eigenen Energiebedarf zu decken. Diese spezialisierte Lebensweise mag auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken, ist jedoch ein Zeichen für ein gesundes biologisches Gleichgewicht in deiner Gartenanlage. Wenn dieses Tier bei dir auftaucht, ist das ein Kompliment für deinen Garten, da es die Anwesenheit von Mauer- oder Blattschneiderbienen bestätigt. Du kannst die Art unterstützen, indem du morsche Baumstämme oder künstliche Nisthilfen als Lebensraum für sie und ihre Wirte erhältst. Ein Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel sorgt dafür, dass die empfindlichen Kreisläufe zwischen Parasit und Wirt erhalten bleiben. Beobachte das Tier ruhig aus der Nähe, denn es bereichert die Vielfalt deiner heimischen Fauna ohne jegliche Gefahr für den Menschen.
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Diese Wespe ist für dich völlig harmlos und besitzt keinen Stachel, der die menschliche Haut durchdringen kann. Sie steht nicht unter speziellem gesetzlichem Schutz, ist aber ein wertvoller Bestandteil der natürlichen Artenvielfalt in deinem Garten.
Sapygina decemguttata gehört zur Familie der Keulwespen (Sapygidae) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst weite Teile Mitteleuropas, einschließlich Deutschland, Österreich, Belgien und der Schweiz. Als solitäre Wespe lebt sie nicht in Staaten, sondern entwickelt sich als Parasitoid (ein Organismus, der den Wirt am Ende tötet) in den Nestern von Wildbienen. Die Gattung Sapygina ist in unserer Region nur durch diese eine heimische Art vertreten.
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•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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