
Erigeron annuus
Auch bekannt als: Einjähriger Feinstrahl, Feinstrahl, Weißes Berufkraut, Einjähriges Berufkraut
140
Arten
interagieren
316
Interaktionen
dokumentiert
Auffällig sind die feinen, weißen bis blassvioletten Zungenblüten, die das gelbe Zentrum wie einen dichten Strahlenkranz umgeben. Das Feinstrahl-Berufkraut (Erigeron annuus) wirkt auf den ersten Blick wie eine hochgewachsene, filigrane Version unserer Wiesen-Margerite. Obwohl die Pflanze ein Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Art) ist, bietet sie heimischen Insekten wie dem Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) eine wertvolle Futterquelle. Du kannst mit dieser robusten Art auch in nährstoffreichen Gartenecken schnell eine Struktur schaffen, die viele Bestäuber anzieht. Schau doch mal genau hin, ob du den Sechsbindigen Bienenwolf (Philanthus triangulum) an den Blüten entdeckst.
Ein Magnet für den Sechsbindigen Bienenwolf: Robustes Blühwunder bis August.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Tankstelle für unsere heimische Insektenwelt. Besonders die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) besucht die flachen Blütenstände regelmäßig, um Pollen und Nektar zu sammeln. Auch der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum), eine solitäre Grabwespe, nutzt das reiche Nektarangebot zwischen Juni und August. Für den Kleinen Feuerfalter (Lycaena phlaeas) stellt das Berufkraut eine verlässliche Nahrungsquelle im Hochsommer dar. Im Winter bieten die stehengelassenen Samenstände zudem Nahrung für verschiedene Vogelarten, welche die kleinen Samen aus den verblühten Körbchen picken.
Das Feinstrahl-Berufkraut wird als nicht kindersicher eingestuft, da der Kontakt mit dem Pflanzensaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen in Form einer Kontaktallergie auslösen kann. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit der heimischen Margerite (Leucanthemum vulgare), die jedoch deutlich größere Blütenköpfe und keine so fein strahligen Blütenblätter besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.75 m
Hier ist mein Rat für deinen Garten:
Standort : Wähle unbedingt einen sonnigen Platz aus, damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entfaltet.
Boden : Als Starkzehrer benötigt sie einen nährstoffreichen oder fetten Boden. Die Erde sollte frisch sein, was im gärtnerischen Sinne eine mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit bedeutet.
Pflanzzeit : Setze junge Pflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege : Da sie sich als Neophyt sehr stark über Samen verbreitet, solltest du Verblühtes zeitnah abschneiden, wenn du die Ausbreitung im Garten kontrollieren möchtest.
Wässerung : In trockenen Sommerwochen freut sie sich über zusätzliche Wassergaben, da sie keine extreme Trockenheit mag.
Kombination : Eine hervorragende Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium). Beide teilen die Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche Standorte und ergänzen sich optisch sowie ökologisch wunderbar, da beide wichtige Anlaufstellen für Schwebfliegen und Wildbienen sind.
Das Feinstrahl-Berufkraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und stammt ursprünglich aus Nordamerika. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es mittlerweile weit verbreitet und besiedelt oft Ruderalflächen (vom Menschen beeinflusste Rohbodenflächen) oder Fettwiesen. Charakteristisch ist der behaarte Stängel und die wechselständigen, lanzettlichen Blätter. Die Pflanze wächst meist ein- bis zweijährig und erreicht oft eine beachtliche Höhe von bis zu einem Meter, wobei die Blüten in lockeren Trugdolden (verzweigte Blütenstände) angeordnet sind.
96 Arten interagieren mit dieser Pflanze
44 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock
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