Bild folgtKI-generierte IllustrationThecla betulae (Linnaeus, 1758)
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Du erkennst den Nierenfleck an der leuchtend orangefarbenen, nierenförmigen Zeichnung auf der Flügelunterseite und den zarten Schwänzchen an den Hinterflügeln. Dieser Schmetterling bringt pro Jahr nur eine Generation hervor. Die Weibchen legen ihre hellen Eier einzeln in die Astgabeln von Gehölzen ab. Während die Raupen im Frühjahr die Blätter von Schlehe (Artengruppe), Zwetschge, Pfirsich oder Vogel-Kirsche fressen, suchen die erwachsenen Falter im Spätsommer Nektarquellen wie die Sumpf-Kratzdistel, Acker-Kratzdistel oder die Gewöhnliche Bärenklau auf. Auch die Gewöhnliche Esche wird von ihnen regelmäßig besucht. Das Tier überwintert im Eistadium (Ruhezustand der Embryonalentwicklung) direkt an den Zweigen der Futterpflanzen. Du kannst die Art gezielt fördern, indem du auf einen radikalen Rückschnitt von Schlehenhecken im Winter verzichtest. Pflanze heimische Gehölze wie die Vogel-Kirsche oder die Zwetschge, um den Raupen eine Lebensgrundlage zu bieten. Da der Falter oft hoch oben in Baumkronen lebt, ist er ein seltener, aber faszinierender Gast in deinem Garten. Achte im Februar besonders auf die winzigen, weißen Eier an den dunklen Zweigen deiner Obstbäume.
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Der Nierenfleck ist vollkommen harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Er besitzt weder Stachel noch Beißwerkzeuge, die dem Menschen gefährlich werden könnten. Da er regional durch den Verlust von Hecken bedroht ist, solltest Du die Eier an den Zweigen im Winter unbedingt unangetastet lassen.
Der Nierenfleck (Thecla betulae) gehört zur Familie der Bläulinge (Lycaenidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Er lebt oligophag (auf wenige Nahrungspflanzen spezialisiert), wobei seine Raupen ausschließlich an bestimmten Laubgehölzen der Gattung Prunus vorkommen. Mit einer Flügelspannweite von etwa 35 bis 40 Millimetern ist er ein mittelgroßer Falter, dessen braune Flügeloberseite oft nur im Flug sichtbar wird. Er bevorzugt Lebensräume mit Heckenstrukturen, Waldrändern und naturnahen Gärten mit altem Obstbaumbestand.
Nahrung
oligophagous
6 Pflanzen dienen als Nahrung für die Larven
17 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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