Bild folgtKI-generierte IllustrationLophiolepis eriophora
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Auffällig sind die markanten, weich-wollig behaarten Blütenköpfe, die diese Distelart unverwechselbar machen. Im Naturgarten ist sie ein wertvoller Ankerpunkt für die Artenvielfalt, da sie von Juni bis Oktober reichlich Nahrung liefert. Besonders die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) und farbenfrohe Schmetterlinge wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) steuern die Pflanze gezielt an. Sie bringt eine wilde, natürliche Struktur in deine Beete und kommt bestens mit trockenen Standorten zurecht. Wenn du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, ist sie genau die richtige Wahl für dich. Du wirst staunen, wie viel Leben sie in deinen Garten zieht.
Wolliges Buffet: Diese Distel lockt bis Oktober seltene Falter in deinen Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert eine Vielzahl spezialisierter Insekten von dieser Art. Besonders Tagfalter wie der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) und der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) nutzen das Nektarangebot über die lange Blütezeit hinweg. Unter den Wildbienen ist die Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes) ein regelmäßiger Gast. Auch für Käfer, wie den Punktkäfer, bietet die Struktur der Pflanze einen wichtigen Lebensraum. Im Winter dienen die Samenstände als natürliche Futterquelle für Vögel. Mit dieser Pflanze schaffst du ein stabiles Nahrungsnetz in deinem Garten, das bis in den Spätherbst hinein aktiv bleibt.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft, da sie über spitze Dornen an den Blättern und Blütenständen verfügt, die zu schmerzhaften Stichen führen können. Sie ist jedoch nicht als giftig bekannt. Es empfiehlt sich, sie im Garten etwas abseits der Hauptwege zu platzieren, damit man nicht versehentlich mit der harten Bewehrung in Kontakt kommt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jun – Okt
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs Stunden direktes Sonnenlicht erhält.
Der Boden sollte trocken sein (Feuchtezahl 3); achte darauf, dass keine Staunässe entsteht.
Da sie ein Mittelzehrer (Nährstoffzahl 6) ist, genügt ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund (Reaktionszahl 8) ist ideal; bei sauren Böden empfiehlt sich eine Aufkalkung.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst, solange der Boden noch offen ist.
Halte beim Pflanzen genügend Abstand, damit sich die Rosetten gut ausbreiten können.
Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf und Vögeln Nahrung zu bieten.
Gute Partnerin: Die Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige, sonnige Plätze und ergänzt das Erscheinungsbild hervorragend.
Die Wollkopf-Kratzdistel (Lophiolepis eriophora) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in Deutschland und Österreich heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind sonnige, mäßig warme und kalkhaltige Standorte, wie man sie oft in basenreichen Trockenrasen (nährstoffarme Wiesen auf Kalkgestein) findet. Charakteristisch ist das spinnwebartige Geflecht an den Blütenkörben, das der Pflanze als Schutz vor Verdunstung dient. Als Mittelzehrer (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf) besetzt sie eine wichtige ökologische Nische in offenen, warmen Landschaften.
85 Arten interagieren mit dieser Pflanze
9 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →