Bild folgtKI-generierte IllustrationTorilis arvensis
Auch bekannt als: Acker-Klettenkerbel
48
Arten
interagieren
234
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst den Feld-Klettenkerbel (*Torilis arvensis*) an seinen zierlichen, weißen Doldenblüten und den charakteristisch borstigen Früchten, die wie kleine Kletten an Kleidung haften bleiben. Die Pflanze ist ein wertvoller Bestandteil für deinen Naturgarten, da sie wichtige Bestäuber wie die Hain-Schwebfliege (*Episyrphus balteatus*) und den prachtvollen Schwalbenschwanz (*Papilio machaon*) anzieht. Besonders an sonnigen, eher trockenen Plätzen fühlt sich dieser Doldenblütler wohl. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die heimische Insekten unterstützt, triffst du mit ihm eine hervorragende Wahl. So bringst du ohne großen Aufwand echtes Leben in deine Beete.
Zierlicher Doldenblütler: Ein Magnet für Schwebfliegen und den Schwalbenschwanz.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Feld-Klettenkerbel eine zentrale Anlaufstelle für Schwebfliegen. Besonders die Hain-Schwebfliege (*Episyrphus balteatus*), die Späte Schwebfliege (*Eupeodes corollae*) und die Breitband-Schwebfliege (*Eupeodes latifasciatus*) nutzen das Angebot. Auch für Schmetterlinge wie den Schwalbenschwanz (*Papilio machaon*) stellen die Blüten von April bis August eine wichtige Nektarquelle dar. Die flache Struktur der Dolden ermöglicht es Insekten mit kurzen Rüsseln, mühelos an die Nahrung zu gelangen. Durch die borstigen Früchte trägt die Pflanze zudem zur natürlichen Ausbreitung bei, da diese im Fell von Tieren hängen bleiben.
Die Pflanze wird als nicht kindersicher eingestuft. Die borstigen Früchte können bei Kontakt mit der Haut leichte Reizungen verursachen oder sich fest in Haaren und Kleidung verhaken. Wie bei vielen Doldenblütlern besteht eine allgemeine Verwechslungsgefahr mit giftigen Verwandten, jedoch ist der Feld-Klettenkerbel an seinen charakteristischen Borstenfrüchten gut für den Kenner identifizierbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Wähle für den Feld-Klettenkerbel einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Der Boden sollte trocken sein; die Pflanze kommt hervorragend mit sommerlicher Hitze zurecht.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt er normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngergaben.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden offen ist.
Die Pflanze geht eine Verbindung mit Arbuskulären Mykorrhizapilzen (nützliche Bodenpilze, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen) ein.
Ein Rückschnitt ist erst im Spätwinter nötig, damit die Samenreife im Herbst erfolgen kann.
Achte darauf, dass keine Staunässe entsteht, da dies die Wurzeln schädigen könnte.
Gute Partnerin: Die Schafgarbe (*Achillea millefolium*).
Beide teilen sich ähnliche Standortansprüche an Licht und Bodenfeuchte und fördern gemeinsam eine Vielzahl von Bestäubern.
Der Feld-Klettenkerbel gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und zur Gattung der Borstendolden (*Torilis*). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und wird als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 ohne menschliches Zutun oder durch frühen Ackerbau einwanderte) eingestuft. Sein natürlicher Lebensraum umfasst trockene Standorte und sonnige Magerwiesen. Morphologisch zeichnet er sich durch fein gefiederte Blätter und Dolden aus, deren Teilblüten meist weiß oder leicht rötlich gefärbt sind.
48 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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