Bild folgtKI-generierte IllustrationDipsacus sativus
Auch bekannt als: Dipsacus fullonum subsp. sativus, Raukarde, Tuchkarde, Wollkarde, Weberdistel, Kardendistel
31
Arten
interagieren
33
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Die Weber-Karde (Dipsacus sativus) prägt mit ihren eiförmigen, stacheligen Blütenköpfen und einer stattlichen Präsenz jedes Gartenbild. Für uns Naturgärtner ist sie ein wahrer Schatz, da sie als wichtige Nektarquelle für spezialisierte Falter wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) dient. Auch die seltene Waldhummel lässt sich an den violetten Blüten oft beobachten. Wer diese Pflanze bei sich einzieht, schafft ein lebendiges Buffet für bedrohte Insektenarten. Schau dir einmal an, wie das Regenwasser in den trichterförmig verwachsenen Blättern stehen bleibt – ein faszinierendes Schauspiel!
Stacheliger Riese: 1,24 Meter geballte Nektarkraft für seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Weber-Karde eine Lebensversicherung für zahlreiche Insekten. Besonders Scheckenfalter wie der Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) und der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) profitieren massiv von ihrem Nektarangebot. Auch die Feldhummel und die Waldhummel sind stetige Gäste an den Blüten. Sogar die Westliche Kuckuckshummel nutzt diese Karde als Tankstelle. Im Winter bieten die markanten Fruchtstände wertvolle Samen für heimische Vögel, während die Blattbecken als winzige Tränken für Insekten fungieren.
Bitte beachte, dass die Weber-Karde als nicht kindersicher eingestuft wird. Das liegt vor allem an den wehrhaften Stacheln am Stängel und an den Blütenköpfen, die bei unvorsichtigem Kontakt zu kleinen Kratzern führen können. Giftig ist die Pflanze zwar nicht, aber beim Gärtnern mit Enkelkindern ist wegen der mechanischen Verletzungsgefahr etwas Aufmerksamkeit geboten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.237 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht 8: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Feuchte 4: Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Nährstoffe 6: Ein Boden mit mittlerem bis leicht erhöhtem Nährstoffgehalt ist ideal; normale, gute Gartenerde reicht völlig aus.
Reaktion 6: Sie bevorzugt einen neutralen bis schwach sauren Boden.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Platzbedarf: Da sie exakt 1.24 m hoch wird, sollte sie im Beet eher im mittleren oder hinteren Bereich stehen.
Pflege: Lass die verblühten Köpfe im Winter stehen; die leichten Diasporen (Ausbreitungseinheiten) dienen Vögeln als Nahrung.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine ideale Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche an Sonne und Boden stellt.
Die Weber-Karde gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Ursprünglich wurde sie oft für die Textilverarbeitung kultiviert, besiedelt aber heute gern frische, nährstoffreiche Standorte in mäßig warmen Lagen. Botanisch gesehen ist sie ein nicht verholztes Kraut, das eine markante Wuchshöhe von genau 1.24 m erreicht. Eine Besonderheit ist ihre AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza), eine Symbiose mit Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen.
2 Videos zu Weber-Karde


31 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →