Bild folgtKI-generierte IllustrationAgrimonia eupatoria subsp. eupatoria
Auch bekannt als: Agrimonia eupatoria subsp. eupatoria
29
Arten
interagieren
32
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Typisch für den Kleinen Odermennig sind seine langen, gelben Blütenähren und die gefiederten Blätter, die im unteren Bereich eine Rosette bilden. Du holst Dir damit einen wertvollen Allrounder in den Garten, der besonders Dickkopffaltern wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) als wichtige Lebensgrundlage dient. Auch Vögel wie der Grünfink (Chloris chloris) profitieren von den nahrhaften Samen im Herbst. Mit seiner bescheidenen Art passt er perfekt in naturnahe Gartenbereiche, die Du nicht ständig düngen oder wässern möchtest. Wenn Du eine robuste Wildpflanze suchst, die ökologisch punktet und wenig Arbeit macht, liegst Du hier genau richtig.
Goldene Blütenkerzen: Die wichtige Tankstelle für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Kleine Odermennig eine zentrale Anlaufstelle für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders die Dickkopffalter wie der Muschelblümchen-Dickkopffalter (Muschampia cribrellum) und der Heilziest-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) sind auf ihn angewiesen. Auch der Purpurrote Zünsler (Pyrausta aurata) und verschiedene Käfer wie der Schmalbock (Lepturinae) besuchen die Blüten regelmäßig. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) wiegen etwa 6,78 mg und sind als Klettfrüchte perfekt an die Tierverbreitung angepasst. Im Winter bieten die Samenstände dem Grünfink (Chloris chloris) eine wichtige Nahrungsquelle, während am Boden die Rötelmaus (Myodes glareolus) von der Pflanze profitiert.
Der Kleine Odermennig gilt als nicht giftig, ist jedoch in der Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den klettenden Früchten, die sich leicht in Kleidung oder Haaren verfangen können. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten. Bei versehentlichem Verzehr großer Mengen oder Unwohlsein kannst Du zur Sicherheit den Giftnotruf 0228 19 240 kontaktieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.487 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtbedarf: Wähle einen vollsonnigen Platz für eine kräftige Blüte (Ellenberg Lichtwert 7).
Bodenfeuchte: Der Standort sollte eher trocken sein, Staunässe musst Du unbedingt vermeiden.
Nährstoffe: Als Mittelzehrer benötigt er einen normalen, nicht zu stark gedüngten Gartenboden.
Bodenbeschaffenheit: Ideal ist ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund (Ellenberg-Reaktion 8).
Pflanzzeit: Setze junge Pflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 bis 40 cm Abstand zu Nachbarpflanzen ein.
Pflege: Die Pflanze ist pflegeleicht; ein Rückschnitt der Samenstände im Spätwinter reicht aus.
Vermehrung: Er sät sich über seine klettenden Früchte gerne selbst aus.
Gute Partnerin: Die Berg-Aster (Aster amellus) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, sonnige Standorte und ergänzt die gelben Blüten des Odermennigs farblich hervorragend.
Der Kleine Odermennig (Agrimonia eupatoria subsp. eupatoria) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er ist in unserer Region indigen (heimisch) und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie kalkhaltige Waldränder. Als krautige Pflanze erreicht er eine Wuchshöhe von genau 0.49 m. Eine Besonderheit ist seine AM-Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen), die ihm hilft, Nährstoffe auch aus kargen Böden effizient aufzunehmen. Die Pflanze gilt als Archäophyt, was bedeutet, dass sie bereits vor dem Jahr 1492 durch menschlichen Einfluss zu uns gelangte.
1 Video zu Kleiner Odermennig

24 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →