Bild folgtKI-generierte IllustrationHylaeus brevicornis
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Die Kurzfühler-Maskenbiene (Hylaeus brevicornis) ist eine winzige, überwiegend schwarz gefärbte Wildbiene, die Du an ihren markanten gelben Gesichtszeichnungen und den namensgebenden kurzen Fühlern erkennst. In Deinem Garten ist sie von Mai bis September aktiv und bereichert die Vielfalt an kleinen Blütenbesuchern. Da sie polylektisch (nicht auf bestimmte Pflanzenfamilien spezialisiert) ist, nutzt sie ein breites Spektrum an Nahrungsquellen. Besonders oft kannst Du sie am Scharfen Mauerpfeffer, der Felsen-Fetthenne oder an verschiedenen Hahnenfuß-Arten wie dem Kriechenden oder Knolligen Hahnenfuß beobachten. Auch Doldenblütler wie die Berg-Engelwurz, die Gewöhnliche Bärenklau oder der Riesen-Bärenklau werden von ihr angeflogen. Ihre Nester legt sie bevorzugt in markhaltigen Stängeln oder kleinen Hohlräumen in Totholz an. Den Pollen transportiert sie im Kropf (einem inneren Speicherorgan), weshalb sie keine auffälligen Sammelbürsten an den Beinen besitzt. Um ihr zu helfen, solltest Du verblühte Brombeerzweige oder andere markhaltige Stängel über den Winter nicht zurückschneiden. Durch das Anpflanzen von Großem Flohkraut oder das Stehenlassen von Hahnenfuß-Arten bietest Du ihr wichtige Nahrungsgrundlagen. Diese fleißige Bestäuberin ist ein wertvoller Teil Deines Garten-Ökosystems.
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Diese kleine Maskenbiene ist vollkommen harmlos und verhält sich gegenüber Menschen nie aggressiv. Da ihr Stachel winzig ist, kann er die menschliche Haut nicht durchdringen, weshalb keine Stichgefahr besteht. Wegen ihres schwarz-gelben Musters wird sie oft mit kleinen Wespen verwechselt, ist jedoch eine nützliche und friedfertige Bestäuberin.
Die Kurzfühler-Maskenbiene wird taxonomisch in die Familie der Colletidae (Urbienen) und die Ordnung der Hymenoptera (Hautflügler) eingeordnet. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz sowie Belgien. Als solitäre (einzeln lebende) Art gründet jedes Weibchen ein eigenes Nest ohne die Hilfe von Arbeiterinnen. Die Abgrenzung zu anderen Vertretern der Gattung der Maskenbienen ist aufgrund der geringen Körpergröße schwierig und erfolgt primär über die Untersuchung der spezifischen Fühlerlänge.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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