Bild folgtKI-generierte IllustrationAllium lusitanicum
Auch bekannt als: Allium lusitanicum
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Arten
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124
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dokumentiert
Du erkennst den Berg-Lauch an seinen dichten, kugelförmigen Blütenständen in zartem Rosa bis Purpur und seinen flachen, grasartigen Blättern, die im Gegensatz zum Schnittlauch nicht hohl sind. In deinem Naturgarten ist er ein unverzichtbarer Spätblüher, der genau dann Nektar liefert, wenn viele andere Stauden bereits pausieren. Davon profitieren spezialisierte Gäste wie die Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) oder die seltene Pyrenäenhummel (Bombus pyrenaeus). Da die Art in der Natur als gefährdet gilt (Rote Liste 3), leistest du mit einer Pflanzung einen direkten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen, trockenen Platz hast, ist er eine absolut pflegeleichte Bereicherung.
Spätsommer-Retter für Hummeln und seltene Bläulinge auf trockenem Grund.
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Der Berg-Lauch ist eine wertvolle Nektarquelle im Hochsommer. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird er intensiv von der Gewöhnlichen Maskenbiene (Hylaeus communis) und der Wiesenhummel (Bombus pratorum) angeflogen. Auch Tagfalter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) nutzen die Pflanze als Tankstelle. Besonders hervorzuheben ist der Besuch durch den Grossen Sonnenröschenbläuling (Aricia artaxerxes), für den der Lauch eine wichtige Nahrungsergänzung darstellt. Die späte Blütezeit von Juli bis September schließt eine kritische Versorgungslücke im Jahreslauf der Bestäuber.
Der Berg-Lauch wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie viele Lauchgewächse enthält er Substanzen, die bei übermäßigem Verzehr zu Magen-Darm-Reizungen führen können. Es besteht eine geringe Verwechslungsgefahr mit anderen Laucharten, die jedoch durch die flachen (nicht röhrenförmigen) Blätter und den typischen Zwiebelgeruch gut unterschieden werden können.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Wähle einen Standort in voller Sonne auf einem mageren Boden (nährstoffarm). Die Pflanze bevorzugt trockene Bedingungen und kommt wunderbar mit Hitze zurecht. Achte darauf, dass der Boden gut durchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Als Schwachzehrer benötigt der Berg-Lauch keinen zusätzlichen Dünger.
Er geht eine AM Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln zur Nährstoffaufnahme) ein, was ihn besonders widerstandsfähig macht.
Vermehren lässt er sich einfach durch Teilung der Horste im Frühjahr.
Schneide die verblühten Köpfe erst im Spätwinter zurück, um Insekten Unterschlupf zu bieten.
Ein idealer Partner im Garten ist das Gelbe Sonnenröschen (Helianthemum nummularium). Beide teilen die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzen sich hervorragend in der ökologischen Funktion.
Der Berg-Lauch (Allium lusitanicum) gehört zur Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) innerhalb der Ordnung der Spargelartigen. Er ist eine einheimische (indigene) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sein natürlicher Lebensraum sind meist sonnige Felsfluren oder Kalk-Magerrasen (nährstoffarme, kalkreiche Wiesen). Eine Besonderheit ist sein kriechendes Rhizom (unterirdischer Spross), durch das er mit der Zeit dichte Horste bildet.
2 Videos zu Berg-Lauch


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21 Arten interagieren mit dieser Pflanze
11 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →