Bild folgtKI-generierte IllustrationAlopecurus pratensis
Auch bekannt als: Wiesen-Fuchsschwanzgras
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Arten
interagieren
55
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Wiesen-Fuchsschwanz einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren weichen, walzenförmigen Blütenständen, die sich im Wind wie buschige Fuchsschwänze wiegen, ist diese Art unverwechselbar. In deinem Naturgarten erfüllt das Gras eine wichtige Funktion als Kinderstube für bedrohte Schmetterlinge. Besonders das Helle Gelbhörnchen (Heteropterus morpheus) und der Braunkolbige Braun-Dickkopffalter nutzen die Halme zur Eiablage und als Raupennahrung. Wenn du eine lebendige Wiese statt eines sterilen Rasens möchtest, ist dieses heimische Gras die perfekte Wahl. Achte darauf, ihm einen nährstoffreichen Platz zu geben, dann wird er dir über Jahre Freude bereiten.
Weicher Wiesenschmuck und wichtige Kinderstube für seltene Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Wiesen-Fuchsschwanz ein Magnet für verschiedene Falterarten wie den Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) und den Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus). Als Raupenfutterpflanze spielt er eine Schlüsselrolle für das Überleben des Braunkolbigen Braun-Dickkopffalters. Im Winter bieten die verblühten Halme wertvolle Samen für heimische Vögel, die in der kalten Jahreszeit auf diese Energiereserven angewiesen sind. Durch die enge Bindung an Mykorrhiza-Pilze fördert das Gras zudem ein gesundes mikrobielles Netzwerk im Gartenboden, was die gesamte Vitalität deiner Gartenanlage stärkt.
Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten. Die Einstufung als nicht kindersicher beruht auf den scharfen Blatträndern, die bei unvorsichtigem Greifen zu kleinen Schnittwunden führen können, sowie auf den allergenen Pollen für Heuschnupfengeplagte. Die Pflanze selbst ist jedoch völlig ungiftig.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.6 m
Standort: Suche dir einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus.
Boden: Die Pflanze ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt daher einen fetten, also nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Er bevorzugt frische Verhältnisse, was bedeutet, dass die Erde mäßig feucht sein sollte und nicht völlig austrocknen darf.
Pflanzzeit: Du kannst ihn im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November pflanzen, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Da er eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme) eingeht, profitiert er von einem belebten Boden ohne Kunstdünger.
Vermehrung: Er versamt sich an passenden Standorten selbst, was zur natürlichen Dynamik einer Wildgraswiese beiträgt.
Kombinationsempfehlung: Ein wunderbarer Partner ist der Wiesen-Salbei (Salvia pratensis) oder der Rot-Klee (Trifolium pratense). Beide Arten teilen den hohen Nährstoffbedarf und ergänzen die feine Struktur des Grases durch kräftige Blütenfarben, was ökologisch wertvolle Lebensräume für Wildbienen schafft.
Der Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind frische bis feuchte Fettwiesen (nährstoffreiche Standorte), wo er als eines der ersten Gräser im Mai austreibt. Morphologisch fallen die dichten Ährenrispen (Blütenstände mit sehr kurzen Seitenästen) auf, deren Grannen (borstenartige Fortsätze an den Spelzen) dem Blütenstand sein namensgebendes, flauschiges Aussehen verleihen. Als Indigen (einheimische Art) ist er perfekt an unser Klima angepasst.
3 Videos zu Wiesen-Fuchsschwanz



39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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