Bild folgtKI-generierte IllustrationArtemisia vulgaris subsp. vulgaris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren fiederteiligen Blättern mit der silbrig-weißen, filzigen Unterseite lässt sich die Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris subsp. vulgaris) sofort erkennen. In deinem Naturgarten spielt dieser Korbblütler eine tragende Rolle als Lebensraum für spezialisierte Insekten. So profitiert beispielsweise der Scheckhorn-Distelbock (Agapanthia villosoviridescens) direkt von den markanten Stängeln, während Nachtfalter wie die Morpheus-Staubeule (Caradrina morpheus) die Pflanze als Kinderstube nutzen. Wer den Beifuß im Garten hat, fördert zudem die Streifenkreuzspinne (Argiope bruennichi), die in den stabilen Strukturen gern ihre Netze webt. Gönne dieser robusten Pflanze einen Platz in einer sonnigen Ecke, an dem sie sich frei entfalten darf.
Heimat für den Scheckhorn-Distelbock: Ein 1,38 Meter hoher Naturschutz-Riese.
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Obwohl die Blüten für das menschliche Auge eher unscheinbar sind, ist der ökologische Wert beachtlich. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist der Beifuß eine unverzichtbare Futterpflanze für Raupen der Rotbraunen Waldrandeule (Mniotype adusta) und des Heide-Gelbspanners (Dyscia fagaria). Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung für den Scheckhorn-Distelbock (Agapanthia villosoviridescens), dessen Larven sich im Inneren der Stängel entwickeln. Auch die Morpheus-Staubeule (Caradrina morpheus) findet hier Nahrung und Schutz. Im Winter bieten die stehengelassenen Samenstände zudem eine wichtige Struktur für Webspinnen wie die Streifenkreuzspinne (Argiope bruennichi).
Die Pflanze ist laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt vor allem an den Pollen, die bei Kontakt oder Einatmung starke Allergien auslösen können. In einem Familiengarten sollte der Beifuß daher eher im Hintergrund und nicht direkt an Spielbereichen stehen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.377 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Lichtwert 8), damit die Pflanze ihre volle Vitalität entfaltet.
Boden: Der Beifuß ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) und benötigt einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Feuchtigkeit: Achte auf eine frische (mäßig feuchte) Erde; Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (April bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden offen ist.
Platzbedarf: Da die Pflanze 1.38 m hoch wird, plane im Beet ausreichend Abstand zu kleineren Nachbarn ein.
Pflege: Ein Rückschnitt der alten Stängel erfolgt am besten im zeitigen Frühjahr, um Platz für den Neuaustrieb zu schaffen.
Vermehrung: Die Pflanze verbreitet ihre sehr leichten Samen (0.1439 mg) über den Wind; ein Rückschnitt vor der Samenreife verhindert eine zu starke Ausbreitung.
Gute Partnerin: Die Wegwarte (Cichorium intybus) passt ökologisch hervorragend, da sie ähnliche Ansprüche an Licht und Stickstoff im Boden stellt.
Der Beifuß gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in unserer Region weit verbreitet. Er besiedelt bevorzugt Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Rohbodenflächen) und Wegränder, wo er frische, nährstoffreiche Bedingungen vorfindet. Mit einer Wuchshöhe von genau 1.38 m ist er eine stattliche, krautige Pflanze (nicht verholzendes Gewächs), die keine Ausläufer bildet, aber kräftige Wurzelstöcke entwickelt. Typisch ist der aromatische Duft der Blätter, die oberseits dunkelgrün und unterseits durch eine dichte Behaarung vor Verdunstung geschützt sind.
13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
10 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →