Bild folgtKI-generierte IllustrationBeta vulgaris
Auch bekannt als: Beta-Rübe, Rübe
28
Arten
interagieren
39
Interaktionen
dokumentiert
21
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren kräftigen, oft rötlich überlaufenen Blättern und dem aufrechten Wuchs, der fast einen Meter erreicht, lässt sich die Runkelrübe (Beta vulgaris) sofort erkennen. Als alte Kulturpflanze und Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde) ist sie ein wertvoller Bestandteil im ökologischen Garten. Sie dient spezialisierten Nachtfaltern wie der Meldenflureule (Anarta trifolii) als wichtige Kinderstube. Auch der Gemeine Scheckenfalter (Melitaea cinxia) profitiert von ihrem Vorhandensein. Wenn du Wert auf Tradition und Insektenvielfalt legst, ist diese Rübe ein Gewinn für dein Beet.
Starkzehrer mit Herz: Wichtige Kinderstube für bedrohte Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Runkelrübe ist ein unterschätzter ökologischer Ankerpunkt, besonders für Nachtfalter. Nach aktuellen Bestäubungsdaten dient sie als lebensnotwendige Raupenfutterpflanze für die Lichtnelkeneule (Hadena bicruris) und die Meldenflureule (Anarta trifolii). Auch der bedrohte Gemeine Scheckenfalter (Melitaea cinxia) nutzt sie zur Eiablage. Während der Blütezeit von Juli bis September lockt sie Besucher wie die Hausmutter (Noctua pronuba), die Putris-Erdeule (Axylia putris) und die Saateule (Agrotis segetum) an. Da die Samen mit etwa 18 mg recht schwer sind, bleiben sie oft als Winterfutter in Bodennähe verfügbar. Ihr Beitrag zur Biodiversität liegt vor allem in der Unterstützung spezialisierter Insektenarten.
Die Runkelrübe wird als nicht kindersicher eingestuft. Da keine spezifischen Giftnotfälle gelistet sind, ist dennoch Vorsicht bei kleinen Kindern im Garten ratsam. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr großer Mengen nicht essbarer Pflanzenteile kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere ist die Pflanze in haushaltsüblichen Mengen unbedenklich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.863 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Standort, da die Rübe Lichtwert 9 (Sonne) benötigt.
Boden: Da sie ein Starkzehrer (Nährstoffreicher Boden) ist, sollte die Erde vorab gut mit reifem Kompost versorgt werden.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Bodenbeschaffenheit: Sie bevorzugt basische Standorte, daher ist ein kalkhaltiger Boden ideal.
Pflanzung: Die beste Zeit ist das Frühjahr von März bis Mai, sobald der Boden offen ist.
Wuchs: Beachte die exakte Wuchshöhe von 0,86 m und lasse ausreichend Platz zum Nachbarn.
Pflege: Die Rübe ist unkompliziert, benötigt aber in Trockenphasen regelmäßige Wassergaben.
Vermehrung: Durch die schweren Samen erfolgt die Ausbreitung eher über kurze Distanzen.
Partner: Gute Nachbarin ist die Wegwarte (Cichorium intybus) – sie teilt die Vorliebe für nährstoffreiche Böden.
Die Runkelrübe gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) und ist eng verwandt mit Mangold. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie als Archäophyt (alteingebürgerte Pflanze) weit verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst nährstoffreiche Ruderalstellen (vom Menschen geprägte Standorte) und Wegränder. Morphologisch besticht sie durch ihre fleischige Wurzel und die großen, breitblättrigen Laubblätter. Die unscheinbaren Blüten stehen in langen Ähren und erscheinen im Hochsommer. Trotz ihrer landwirtschaftlichen Wurzeln ist sie ökologisch sehr wertvoll.
1 Video zu Runkelrübe

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
21 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →