
Bison bonasus (Linnaeus, 1758)
15
Pflanzen
besucht
15
Interaktionen
dokumentiert
Der Wisent (Bison bonasus) ist mit seinem massigen, dunkelbraunen Körper, dem markanten Schulterbuckel und den kurzen, nach innen gebogenen Hörnern das größte Landsäugetier unseres Kontinents. Dieses imposante Wildrind bevorzugt als Lebensraum lichte Laub- und Mischwälder mit angrenzenden Wiesenflächen. Als reiner Pflanzenfresser benötigt er große Mengen an Nahrung und nutzt dabei Pflanzen wie die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca), den Echten Faulbaum (Frangula alnus) oder die Weiße Schneebeere (Symphoricarpos albus). Auch das Wiesen-Labkraut (Galium mollugo agg.), der Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) und die Himbeere (Rubus idaeus) werden gerne abgeweidet. Ergänzt wird die Nahrung durch Breitblättriges Johanniskraut (Hypericum perforatum var. latifolium) und das Kahle Kreuzlabkraut (Galium glabrum). Den Winter verbringt der Wisent ohne Winterschlaf; er bleibt aktiv und ernährt sich von Knospen und Baumrinden. Falls dein Garten an ein Wiederansiedlungsgebiet grenzt, kannst du durch das Belassen von Wildstauden wie der Gewöhnlichen Braunelle (Prunella vulgaris) natürliche Strukturen fördern. Da die Tiere sehr kräftig sind, solltest du wertvolle Gehölze gegebenenfalls durch einen stabilen Verbiss-Schutz bewahren. Beobachte diese urigen Riesen stets aus sicherer Entfernung.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Wisent ist eine streng geschützte Art, die nicht bejagt oder eingefangen werden darf. In freier Wildbahn sind die Tiere meist scheu, können aber bei Provokation oder zum Schutz ihrer Kälber verteidigungsbereit reagieren. Halte daher unbedingt einen Sicherheitsabstand von mindestens 50 Metern ein.
Der Wisent (Bison bonasus) zählt zur Familie der Hornträger (Bovidae) und stellt die größte europäische Wildrinderart dar. In der Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) war er historisch weit verbreitet und kehrt heute durch Schutzprojekte langsam in die Wälder zurück. Ein ausgewachsener Bulle erreicht eine Körperlänge von bis zu drei Metern und ein Gewicht von fast einer Tonne. Die Tiere sind tagaktiv und leben in Mutterkuhherden oder kleinen Bullengruppen, wobei sie als Schlüsselart die Artenvielfalt in ihren Revieren fördern.
15 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Michal Przystas / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →