
Sambucus nigra
Auch bekannt als: sureau noir, Holler, Fliederbeere
147
Arten
interagieren
287
Interaktionen
dokumentiert
13
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem faellt der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) durch seine rahmweissen, flachen Bluetendolden auf, die im Fruehsommer einen herben Duft verstroemen. Als heimischer Strauch ist er ein unverzichtbarer Knotenpunkt im oekologischen Netzwerk deines Gartens, da er spezialisierten Insekten wie der Aschgrauen Sandbiene (Andrena cineraria) Nahrung bietet. Seine Blaetter dienen den Raupen des Nachtschwalbenschwanzes (Ourapteryx sambucaria) als Lebensgrundlage, waehrend die dunklen Fruechte spaeter Voegel anlocken. Mit diesem Strauch holst du dir eine pflegeleichte Lebensader in den Garten, die fast von selbst gedeiht. Du wirst schnell merken, wie viel Leben dieser Strauch in deine Gruenanlage bringt.
Futterquelle fuer vier Falterarten und Heimat der Aschgrauen Sandbiene.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist der Schwarze Holunder eine wichtige Anlaufstelle fuer die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria). Besonders wertvoll ist er als Raupenfutterpflanze fuer spezialisierte Falterarten wie den Nachtschwalbenschwanz (Ourapteryx sambucaria), den Flieder-Spanner (Apeira syringaria) sowie den Feldbeifuss-Bluetenspanner (Eupithecia innotata) und den Eckfleck-Bluetenspanner (Eupithecia exiguata). Im spaeten Jahr dienen die Beeren als wertvolle Energiequelle fuer Voegel wie die Wacholderdrossel (Turdus pilaris) und die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus). Sogar Saeugetiere wie die Roetelmaus (Myodes glareolus) nutzen die Ressourcen des Strauches.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Nektarwert
4
Pollenwert
4
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
4.513 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Waehle einen Platz im Halbschatten. Der Holunder ist ein Starkzehrer (Pflanze mit hohem Naehrstoffbedarf) und benoetigt daher einen fetten, naehrstoffreichen Boden.
Boden: Die Erde sollte 'frisch' sein, was in der Gaertnersprache bedeutet, dass der Boden eine maessige Feuchtigkeit haelt und selten ganz austrocknet.
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise im Maerz bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da er zu den Starkzehrern gehoert, freut er sich im Fruehjahr ueber eine Gabe Kompost.
Vermehrung: Er bildet eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhiza) aus, was seine Naehrstoffaufnahme unterstuetzt.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum). Beide teilen die Vorliebe fuer stickstoffreiche Standorte und kommen gut mit den Lichtverhaeltnissen unter dem Schirm des Holunders zurecht.
Der Schwarze Holunder (Sambucus nigra) ist ein in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz weit verbreitetes Holzgewaechs, das botanisch als Indigen oder Archaeophyt (vor 1492 eingewanderte Pflanzenart) eingestuft wird. In der freien Natur besiedelt er bevorzugt Waldraender und Gebuesche auf feuchten, stickstoffreichen Standorten. Er waechst als vielstaemmiger Strauch oder kleiner Baum und erreicht beachtliche Hoehen. Die Rinde ist korkig gefurcht und die Zweige enthalten ein charakteristisches, weiches Mark, waehrend die Blattform unpaarig gefiedert (aus mehreren Einzelblaettern zusammengesetzt) ist.
3 Videos zu Schwarzer Holunder



45 Arten interagieren mit dieser Pflanze
13 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
89 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_408886025
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