
Lysimachia vulgaris
Auch bekannt als: Gewöhnlicher Felberich, Lysimaque Commune, Lysimachia vulgaris, Rispen-Gilbweiderich
35
Arten
interagieren
65
Interaktionen
dokumentiert
10
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer den Gewöhnlichen Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Seine goldgelben Blütenpyramiden leuchten im Hochsommer weithin sichtbar über den sattgrünen Blättern. Diese heimische Wildpflanze ist ein ökologisches Kraftpaket für feuchte Gartenbereiche. Besonders spezialisierte Insekten wie der Gilbweiderich-Spanner oder der bedrohte Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) sind auf diese Art angewiesen. Wenn Sie eine Uferzone oder eine nasse Senke im Garten haben, machen Sie mit dieser Wahl alles richtig. Sie fördern gezielt die Artenvielfalt und holen sich eine robuste, ausdauernde Schönheit in Ihr grünes Refugium.
Goldgelber Artenschutz: Die überlebenswichtige Heimat für den Gilbweiderich-Spanner.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze eine lebenswichtige Ressource. Sie dient als Raupenfutter für den Gilbweiderich-Spanner sowie den Grünen Blütenspanner. Unter den Schmetterlingen profitiert insbesondere der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia). Auch die Amerikanische Mauerwespe und die Blattwespe Monostegia abdominalis besuchen die Blüten regelmäßig. Sogar die Gelbfleck-Waldschatteneule zählt zu den Gästen. Die Ausbreitung erfolgt effizient über sehr leichte Samen (0,2844 mg), die vom Wind oder Wasser davongetragen werden. In der freien Natur wird die Pflanze sogar von Wisenten als Nahrung genutzt.
Der Gewöhnliche Gilbweiderich wird als nicht kindersicher eingestuft. Achten Sie im Garten darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile verzehren. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktieren Sie bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.711 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht (Zeigerwert 7): Wählen Sie einen vollsonnigen Platz für eine üppige Blüte.
Feuchte (Zeigerwert 9): Die Pflanze braucht es nass; ideal ist ein Standort am Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Boden (Zeigerwert 5): Ein normaler Gartenboden ohne zusätzliche Düngung ist optimal, da sie ein Mittelzehrer ist.
Pflanzzeit: Setzen Sie den Gilbweiderich im Frühling (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze breitet sich über Ausläufer aus; lassen Sie ihr genug Raum zur Entfaltung.
Rückschnitt: Lassen Sie die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten ein Quartier zu bieten.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – sie teilt die Vorliebe für nasse Füße und ergänzt das Gelb der Blüte im Frühsommer ökologisch sinnvoll.
Der Gewöhnliche Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris) zählt zur Familie der Primelgewächse (Primulaceae) und ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum umfasst Uferröhrichte (Pflanzenbestände an Gewässerrändern) und kalkarme Feuchtwiesen. Die krautige, nicht verholzende Pflanze erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0.71 m. Typisch sind die lanzettlichen, breitblättrigen Laubblätter, die oft zu dritt oder viert in Quirlen (Blattanordnung auf gleicher Höhe um den Stängel) stehen. Als Indigen (einheimische Art) ist sie perfekt an unser Klima angepasst.
18 Arten interagieren mit dieser Pflanze
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1204342241
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