Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium mollugo agg.
Artengruppe
49
Arten
interagieren
56
Interaktionen
dokumentiert
14
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist das Wiesen-Labkraut durch seine quirlständigen Blätter – also mehrere Blätter, die strahlenförmig aus einem Knoten am Stängel entspringen – und die zarten, weißen Blütenwolken. In deinem Naturgarten ist es ein vielseitiger Begleiter, der Struktur in Wiesenbereiche bringt und als wichtige Futterquelle dient. Besonders spezialisierte Insekten wie die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) oder der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) sind auf diese Art angewiesen. Mit einer Wuchshöhe von 0.33 m passt es perfekt in den Vordergrund von Beeten oder in naturnahe Rasenflächen. Hast du schon einen sonnigen Platz für diesen heimischen Wildcharakter gefunden?
Zarte Blütenwolken für Spezialisten: Ein Magnet für den Kugelmarienkäfer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Wiesen-Labkraut eine Lebensader für diverse Insektenarten. So profitieren die Rübsenblattwespe (Athalia rosae) und die Pflanzenwespe Tenthredo notha direkt von dieser Pflanze. Auch Käfer wie der Halskäfer oder der Sechzehnfleckige Kugelmarienkäfer (Tytthaspis sedecimpunctata) nutzen die Blüten als Lebensraum und Nahrungsquelle. Die sehr leichten Samen (0,6288 mg) werden durch den Wind oder vorbeistreifende Tiere über weite Strecken verbreitet. In großen Landschaften dient es sogar dem Wisent als Nahrungspflanze. In deinem Garten fördert es ein stabiles ökologisches Gleichgewicht, indem es räuberische Käfer anlockt.
Die Datenbank stuft das Wiesen-Labkraut als nicht kindersicher ein. Achte daher besonders auf Kinder, die im Garten spielen, und verhindere, dass Pflanzenteile in den Mund genommen werden. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unklarheiten kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.335 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Pollen
0.0062 mg/Blüte
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 7), damit die Pflanze ihre typische Blütenfülle entwickelt.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtewert 4) und neutral bis schwach sauer (Reaktionswert 6) sein.
Ein Platz mit mittlerem Nährstoffgehalt (Nährstoffwert 5) ist ideal; zu viel Dünger lässt die Pflanze eher instabil werden.
Pflanzzeit: Setze das Labkraut am besten im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November).
Achte bei der Pflanzung auf einen Abstand von ca. 25 cm, da sich die Horste mit der Zeit ausbreiten.
Die Vermehrung erfolgt zuverlässig durch Selbstaussaat der sehr leichten Samen (0,6288 mg).
Ein Rückschnitt nach der Blüte kann die Vitalität fördern, ist aber für die Tierwelt besser, wenn er erst im Spätwinter erfolgt.
Gute Partnerin: Schafgarbe (Achillea millefolium) – sie teilt die Standortansprüche und ergänzt das Labkraut ökologisch wie optisch in der Wiesengesellschaft.
Das Wiesen-Labkraut gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Es ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt natürlicherweise Frischwiesen (mäßig feuchte Wiesen) sowie Wegränder. Die Pflanze bildet eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM) aus, was eine nützliche Symbiose mit Bodenpilzen zur Nährstoffaufnahme beschreibt. Botanisch zeichnet es sich durch vierzählige, weiße Einzelblüten aus, die in lockeren Rispen (verzweigten Blütenständen) stehen. Es gilt als Indigen, ist also in unserer Region ohne menschlichen Einfluss heimisch geworden.
3 Videos zu Wiesen-Labkraut (Artengruppe)



16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
14 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
19 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →