Bild folgtKI-generierte IllustrationBrachypodium phoenicoides
Auch bekannt als: Brachypodium phoenicoides
41
Arten
interagieren
54
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren rötlich schimmernden Halmen lässt sich die Rötliche Zwenke (Brachypodium phoenicoides) sofort erkennen. Dieses strukturgebende Süßgras ist ein wahrer Überlebenskünstler für sonnige Trockenbereiche, in denen andere Pflanzen längst aufgeben. Für die Artenvielfalt ist sie besonders wertvoll, da sie spezialisierten Faltern wie dem Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) als Lebensraum dient. Auch der Braunkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus sylvestris) profitiert direkt von ihrer Anwesenheit. Wenn du einen pflegeleichten Akzent für deinen Magerrasen suchst, der ohne Gießen auskommt, machst du mit diesem Gras alles richtig.
Kompakter Trockenkünstler: Die 37 Zentimeter hohe Heimat für seltene Dickkopffalter.
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Dieses Gras ist eine wichtige Futterquelle für verschiedene Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird es regelmäßig von Dickkopffaltern wie dem Gelbwürfeligen Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und dem Gelbfleck-Waldschattenfalter (Carterocephalus palaemon) aufgesucht. Auch für den Braunen Waldvogel (Aphantopus hyperantus) und den gefährdeten Ockerbindigen Samtfalter (Hipparchia semele) stellt sie einen wertvollen Bestandteil ihres Lebensraums dar. Die leichten Samen mit einem Gewicht von rund 2,83 mg werden über weite Strecken durch den Wind verteilt und dienen im Herbst als Nahrung für kleine Feldvögel. So förderst du mit diesem kompakten Gras ein komplexes ökologisches Gefüge.
Die Rötliche Zwenke wird als nicht kindersicher eingestuft. Das liegt vor allem an den scharfkantigen Blättern der Süßgräser, an denen man sich leicht schneiden kann. Achte darauf, wenn Kinder im Garten spielen, und platziere das Gras eventuell abseits direkt begehbarer Pfade. Giftige Eigenschaften sind nicht bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.368 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), der viel direkte Wärme speichert.
Der Boden sollte trocken (Feuchtewert 3) und gut durchlässig sein.
Als Schwachzehrer benötigt das Gras einen mageren Boden; vermeide jegliche Düngung, um den Wuchs kompakt zu halten.
Ein kalkhaltiger (basischer) Untergrund ist ideal für die Entwicklung.
Pflanze das Gras im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange kein Frost herrscht.
Lasse die Halme über den Winter unbedingt stehen, da sie als Winterschutz und Insektenquartier dienen.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im zeitigen Frühjahr kurz vor dem neuen Austrieb.
Die Vermehrung geschieht natürlich über die leichten Samen durch Windausbreitung.
Gute Partnerin: Der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides) – beide lieben magere, sonnige Kalkstandorte und bilden zusammen ein schönes Polster-Halm-Gefüge.
Die Rötliche Zwenke (Brachypodium phoenicoides) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae). Ihr natürliches Vorkommen liegt in Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) auf kalkhaltigen (basischen) Böden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Botanisch wird sie als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) eingestuft, hat sich aber fest in unsere trockenwarmen Pflanzengesellschaften integriert. Das Gras wächst nicht verholzt und erreicht eine präzise Wuchshöhe von 0,37 m. Auffällig sind die relativ breitblättrigen Laubblätter, die eine Blattfläche von etwa 797,45 mm² erreichen können.
36 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →