Bild folgtKI-generierte IllustrationCalamagrostis arundinacea
Auch bekannt als: Calamagrostis arundinacea
40
Arten
interagieren
46
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Wald-Reitgras (Calamagrostis arundinacea) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinem straffen, aufrechten Wuchs und den breiten Halmen bringt es Ruhe und Struktur in halbschattige Gartenbereiche. Dieses Gras ist ein unverzichtbarer Baustein für die heimische Artenvielfalt, da es spezialisierten Faltern wie dem Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) als Lebensraum dient. Da es eine Wuchshöhe von 0.91 m erreicht, bildet es eine ideale Kulisse für Deine Blütenstauden. Mit der Pflanzung unterstützt Du gezielt bedrohte Insektenarten direkt vor Deiner Haustür. Schau doch mal im Sommer genau hin, ob Du die kleinen Falter an den Halmen entdecken kannst.
Stolze 0.91 m Naturschutz: Die Heimat für den Spiegelfleck-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Gras eine wertvolle Ressource für zahlreiche Schmetterlinge. Besonders die Gruppe der Dickkopffalter nutzt die Pflanze intensiv, darunter der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus), der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Bunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon). Auch die Arten Pelopidas thrax, Borbo borbonica und Gegenes nostrodamus wurden an der Pflanze dokumentiert. Weitere Besucher sind der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Waldteufel (Erebia aethiops). Die sehr leichten Samen (Diasporengewicht 0.4617 mg) werden durch den Wind verbreitet und können so auch entferntere Lebensräume in der Region erreichen.
Das Wald-Reitgras wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt bei Gräsern oft an den scharfen Kanten der Blätter, an denen man sich bei unvorsichtiger Berührung kleine Schnittwunden zuziehen kann. Es ist jedoch nicht giftig, sodass bei normalem gärtnerischem Umgang keine Gefahr für Mensch oder Tier besteht.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.913 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Licht 6), idealerweise unter lichten Baumkronen oder am Gehölzrand.
Boden: Das Gras ist ein Mittelzehrer (normaler Boden) und gedeiht am besten in Erde mit mittlerem Nährstoffgehalt.
Feuchtigkeit: Halte den Boden gleichmäßig frisch (Feuchte 5), also mäßig feucht; vermeide jedoch Staunässe.
Pflanzzeit: Setze das Gras entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Wuchshöhe: Plane im Beet genau 0.91 m Höhe ein, damit die Struktur gut zur Geltung kommt.
Bodenvorbereitung: Eine normale Auflockerung des Bodens reicht aus, da die Pflanze mäßig warme Temperaturen (Temperaturzahl 5) schätzt.
Pflege: Schneide die Halme erst im zeitigen Frühjahr bodennah zurück, um Insekten im Winter Schutz zu bieten.
Pflanzpartner: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) ist eine ideale Nachbarin, da sie die gleichen frischen Bodenverhältnisse liebt und den Boden unter dem Gras schützt.
Das Wald-Reitgras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist als indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet. Sein natürlicher Lebensraum sind lichte Wälder und Waldränder, wobei es Halbschatten (Lichtzahl 6) und mäßig feuchte, frische Böden bevorzugt. Morphologisch fällt es durch seine nicht verholzten, breitblättrigen Halme auf. Eine Besonderheit ist die Lebensgemeinschaft mit AM-Mykorrhiza (einem nützlichen Wurzelpilz), der die Pflanze an ihren neutralen bis schwach sauren Standorten (Reaktionszahl 4) bei der Nährstoffaufnahme unterstützt.
40 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →