Bild folgtKI-generierte IllustrationCalamagrostis stricta
Auch bekannt als: Calamagrostis stricta
42
Arten
interagieren
50
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst das Moor-Reitgras an seinen straff aufrechten, schmalen Halmen, die im Sommer feine, rötlich-braune Blütenrispen tragen. In unseren Gärten ist dieses Gras ein echter Geheimtipp für feuchte Stellen, da es in der freien Natur bereits auf der Roten Liste steht und gefährdet ist. Besonders Dickkopffalter wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Heteropterus morpheus) oder der Rostfarbene Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) nutzen das Gras gerne als Lebensraum. Wenn du einen Teichrand oder eine feuchte Senke hast, leistest du mit dieser Pflanze einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Schau dir das feine Spiel der Halme im Wind an – es bringt Ruhe in deinen Garten.
Bedrohtes Juwel: Bringe mit dem Moor-Reitgras ein Stück Wildnis in deinen Garten.
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Das Moor-Reitgras ist eine wichtige Ressource für spezialisierte Schmetterlinge. Nach aktuellen Beobachtungsdaten profitieren besonders Dickkopffalter wie der Gelbwürfelige Dickkopffalter (Carterocephalus silvicola) und der Gelbbunte Dickkopffalter (Carterocephalus palaemon) von den Beständen. Auch der Ockerbindige Samtfalter (Hipparchia semele) wird regelmäßig als Gast an den Beständen gesichtet. Die sehr leichten Samen, die nur 0.1694 mg wiegen, dienen im Winter als Nahrung für Vögel. Durch die Mykorrhiza-Verbindung im Boden fördert das Gras zudem ein gesundes Boden-Mikrobiom in deinem Feuchtbiotop.
Das Moor-Reitgras ist laut Datenbank-Angaben nicht als kindersicher eingestuft. Wie bei vielen Süßgräsern können die Blattränder scharfkantig sein, was bei unvorsichtigem Hantieren zu kleinen Schnittwunden führen kann. In Bezug auf Giftstoffe ist die Pflanze unauffällig, sollte aber im Familiengarten eher am Teichrand platziert werden, wo Kinder ohnehin beaufsichtigt werden.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.761 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, da das Gras viel Licht für die Blütenbildung benötigt.
Boden: Der Untergrund muss dauerhaft feucht bis nass sein; ideal sind torfige oder anmoorige Böden.
Pflanzzeit: Setze das Gras im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane genau 0.76 m Platz in der Vertikalen ein.
Bodenvorbereitung: Da die Art auf der Roten Liste 3 (gefährdet) steht, solltest du den Boden nicht kalken, sie liebt eher saure Milieus.
Pflege: Schneide die Halme erst im späten Winter zurück, um die Basis vor Frost zu schützen.
Vermehrung: Die leichten Samen (0.1694 mg) verbreiten sich über den Wind.
Pflanzpartner: Gute Partnerin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – beide teilen die Vorliebe für nasse Füße und ergänzen sich optisch hervorragend.
Das Moor-Reitgras (Calamagrostis stricta) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland sowie der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es natürlicherweise Moore, Sumpfwiesen und Verlandungszonen von Seen. Es handelt sich um ein nicht verholzendes, breitblättriges Gras, das eine Wuchshöhe von genau 0.76 m erreicht. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, auch an nährstoffarmen Standorten Mineralstoffe effizient aufzunehmen.
39 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →