Bild folgtKI-generierte IllustrationLavandula angustifolia
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Arten
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218
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dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Echte Lavendel durch seinen intensiven Duft und die ährenförmigen, blau-violetten Blütenstände auf. Er ist viel mehr als nur ein Duftspender: Als einzige Futterpflanze für die Raupen des Hellen Schmuckspanners und wichtige Nektarquelle für die Feldhummel leistet er einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz in deinem Garten. Besonders spannend ist seine späte Blütezeit, die bis in den Oktober reicht und somit Insekten hilft, die kurz vor der Winterruhe stehen. Wenn du ihm einen sonnigen Platz schenkst, wird er zum lebendigen Mittelpunkt, an dem du auch seltene Gäste wie den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma) beobachten kannst. Mit der richtigen Pflege hast du eine langlebige Pflanze, die jedes Jahr schöner wird.
Späte Nektar-Oase: Sichert das Überleben der Feldhummel bis in den Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Lavendel eine unverzichtbare Tankstelle für spezialisierte Falter wie den Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder den Mosaik-Dickkopffalter (Muschampia tessellum). Besonders hervorzuheben ist seine Bedeutung als Raupenfutterpflanze für den Hellen Schmuckspanner. Auch Wildbienen wie die Feldhummel und soziale Insekten wie die Feldwespe nutzen das Angebot intensiv. Da die Blütezeit bis in den Oktober reicht, bietet er Nahrung, wenn viele heimische Wildpflanzen bereits verblüht sind. Die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (eine nützliche Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen) hilft der Pflanze zudem, Stressphasen besser zu überstehen.
Der Echte Lavendel gilt als nicht uneingeschränkt kindersicher. Dies liegt vor allem an seiner starken Anziehungskraft auf wehrhafte Insekten wie Feldwespen, Honigbienen und Hummeln während der langen Blütezeit. Die Pflanze selbst ist ungiftig, sollte aber so platziert werden, dass spielende Kinder nicht versehentlich mit den eifrigen Blütenbesuchern in Konflikt geraten. Es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen heimischen Doppelgängern.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Bioregion
Continental
Nektarwert
5
Pollenwert
5
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.458 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 8), an dem die Pflanze mindestens sechs bis acht Stunden direkte Sonne bekommt.
Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht (Feuchtezahl 4), aber unbedingt gut durchlässig sein, um Staunässe zu verhindern.
Als Mittelzehrer (Nährstoffzahl 4) benötigt er einen Boden mit moderatem Nährstoffgehalt; normale, nicht zu fette Gartenerde ist ideal.
Pflanzzeit: Idealerweise im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst bis November, solange der Boden offen ist.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 bis 40 Zentimetern ein, damit die Luft zwischen den Trieben gut zirkulieren kann.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im Spätsommer fördert die Vitalität und verhindert, dass der Strauch von unten her zu stark verholzt.
Gute Partnerin: Die Färber-Kamille (Anthemis tinctoria) — sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzt die violette Pracht ökologisch sinnvoll.
Der Echte Lavendel (Lavandula angustifolia) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt natürlicherweise mäßig warme, lichtreiche Standorte. Als ausdauernder Strauch bildet er schmale, silbrig-graue Blätter aus, die durch eine feine Behaarung vor Verdunstung geschützt sind. Die Lippenblüten sitzen in dichten Scheinquirlen (kranzartige Anordnung der Blüten um den Stängel) am Ende der langen Triebe. Er bevorzugt neutrale bis schwach saure Bodenverhältnisse und ist ökologisch eng mit der xerothermen (trocken-warmen) Vegetation verbunden.
52 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →