Bild folgtKI-generierte IllustrationSalvia officinalis
Auch bekannt als: Heilsalbei, Küchensalbei, Garten-Salbei, Salbei, Sauge Officinale
38
Arten
interagieren
246
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Echten Salbei (Salvia officinalis) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die samtig-weichen, graugrünen Blätter und die typischen violetten Lippenblüten sind unverkennbar. Als wertvolle Arzneipflanze bietet er spezialisierten Insekten wie dem Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) oder der Schwarzen Keulhornbiene eine wichtige Lebensgrundlage. In deinem Garten schlägt er die Brücke zwischen Heilkräuterkultur und aktiver Artenhilfe. Er ist die ideale Wahl, wenn du einen sonnigen Platz ökologisch aufwerten möchtest. Mit diesem Klassiker machst du alles richtig, um die Vielfalt in deiner direkten Umgebung zu fördern.
Wichtige Anlaufstelle für Dickkopffalter und die Schwarze Keulhornbiene.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Salbei eine wichtige Anlaufstelle für seltene Falterarten. Besonders Dickkopffalter wie der Syrische Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder der Heilziest-Dickkopffalter (Carcharodus floccifera) suchen ihn auf. Auch das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) lässt sich im rasanten Schwirrflug an den Blüten beobachten. Unter den Wildbienen profitiert vor allem die Schwarze Keulhornbiene von dem Nektarangebot. Da die Art in unserer Region oft nur unbeständig vorkommt, leistet jedes Exemplar im Garten einen Beitrag zur Vernetzung von Trittsteinbiotopen (kleine, verbindende Lebensräume).
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.5 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen und windgeschützten Platz in deinem Garten.
Boden: Die Pflanze benötigt durchlässige, eher kalkhaltige Erde ohne Staunässe (Wasserstau im Wurzelbereich).
Pflanzzeit: Setze junge Salbeipflanzen am besten von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Pflege: Ein Rückschnitt erfolgt im zeitigen Frühjahr, um ein Verholzen zu verhindern und den Neuaustrieb zu fördern.
Gießen: Nur bei langanhaltender Trockenheit notwendig, da die Pflanze sehr genügsam ist.
Düngung: Sei sparsam mit Dünger; eine Gabe Kompost im Frühjahr reicht vollkommen aus.
Vermehrung: Du kannst ihn leicht über Stecklinge oder Aussaat im Frühjahr vermehren.
Kombination: Gute Partner sind heimische Arten wie der Echte Dost (Origanum vulgare) oder der Arznei-Thymian (Thymus pulegioides). Beide teilen die Vorliebe für trockene Standorte und ergänzen das ökologische Angebot für Insekten ideal.
Der Echte Salbei (Salvia officinalis) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt er als unbeständig (nicht dauerhaft an einem Ort fest etabliert), kommt aber als Kulturpflanze häufig vor. Charakteristisch ist der vierkantige Stängel und die behaarten Blätter, die als Verdunstungsschutz dienen. Er bevorzugt xerotherme Standorte (trockene, warme Plätze) und geht eine Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein, was seine Nährstoffaufnahme im Boden verbessert.
2 Videos zu Echter Salbei


34 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →