Bild folgtKI-generierte IllustrationFragaria × ananassa
Auch bekannt als: Kulturerdbeere, Fragaria ×ananassa, Ananas-Erdbeere
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren charakteristischen dreizähligen Blättern und den strahlend weißen Blüten mit leuchtend gelber Mitte fällt die Gartenerdbeere (Fragaria × ananassa) in jedem Beet sofort auf. Sie ist weit mehr als nur ein Lieferant für süße Früchte: In deinem Naturgarten dient sie als wichtige Lebensgrundlage für spezialisierte Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und verschiedene Perlmuttfalter. Auch Wildbienen wie die Rotbeinige Furchenbiene finden hier verlässlich Nahrung. Wenn du sie geschickt integrierst, schaffst du ein wertvolles Trittsteinbiotop, das Mensch und Tier gleichermaßen nährt. Du wirst sehen, wie lebendig dein Garten durch diese kleine Pflanze wird.
Süßer Naschspaß und wichtige Tankstelle für seltene Dickkopffalter.
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Die Gartenerdbeere ist eine wertvolle Ressource für die heimische Insektenwelt. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und der Kleine Feuerfalter (Lycaena phlaeas) von ihrem Nektar. Auch spezialisierte Arten wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) nutzen die Pflanze. Unter den Wildbienen sind besonders die Rotbeinige Furchenbiene und die Dunkelgrüne Schmalbiene regelmäßige Besucher an den Blüten. Sogar Wirbeltiere wie das Fuchshörnchen suchen die Bestände gelegentlich auf. Mit der Anpflanzung unterstützt du somit ein komplexes Netzwerk an Bestäubern und Samenfressern direkt vor deiner Haustür.
Bitte beachte, dass die Gartenerdbeere laut unseren Daten als nicht kindersicher eingestuft wird. Dies kann an möglichen allergischen Reaktionen auf die Früchte oder der Anziehung stechender Insekten während der Blütezeit liegen. Im Falle eines Falles erreichst du den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Bioregion
Continental
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht für eine reiche Ernte.
Boden: Der Boden sollte humos (reich an zersetztem organischen Material) und gut durchlässig sein.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr von April bis Mai oder im Spätsommer ab August.
Mykorrhiza (AM): Schone das Bodenleben durch Verzicht auf chemische Dünger, um die wichtige Pilzsymbiose der Wurzeln zu erhalten.
Pflanzabstand: Halte etwa 30 Zentimeter Abstand zwischen den Pflanzen, damit die Luft zirkulieren kann und Pilzkrankheiten vermieden werden.
Wasser: Gieße regelmäßig direkt an die Basis, besonders während der Fruchtbildung, aber vermeide Staunässe.
Vermehrung: Du kannst die bewurzelten Ausläufer im Spätsommer einfach abtrennen und an einen neuen Standort pflanzen.
Gute Partnerin: Die Knoblauchrauke (Alliaria petiolata) ist eine hervorragende heimische Begleiterin, da sie ähnliche Ansprüche stellt und die Bodenbiologie positiv beeinflusst.
Die Gartenerdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). In Deutschland und der Schweiz ist sie weit verbreitet und besiedelt als Kulturform nährstoffreiche, sonnige Standorte, die ihren wilden Vorfahren an Waldrändern ähneln. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre Ausläufer aus – kriechende Seitensprosse, die der vegetativen (geschlechtlosen) Vermehrung dienen. Eine Besonderheit ist die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, welche die Pflanze bei der Aufnahme von Phosphaten unterstützt. Botanisch gesehen handelt es sich bei der Frucht um eine Sammelnussfrucht, da die eigentlichen Früchte die kleinen gelben Nüsschen auf der roten Oberfläche sind.
2 Videos zu Gartenerdbeere


30 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
7 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →