Bild folgtKI-generierte IllustrationStellaria holostea
Auch bekannt als: Großblütige Sternmiere, Grossblumige Miere, Große Sternmiere
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Arten
interagieren
162
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Echte Sternmiere sofort an ihren leuchtend weißen Blüten, deren fünf Kronblätter so tief gespalten sind, dass sie wie zehn schmale Blättchen wirken. Diese zierliche Wildstaude ist ein wertvoller Bestandteil für Deinen Naturgarten, da sie als heimischer Waldrandbewohner lichte Schattenplätze belebt. Von ihrem Nektarangebot profitieren spezialisierte Besucher wie die Gewöhnliche Bindensandbiene (Halictus tumulorum) oder die Gelbbeinige Kielsandbiene (Andrena flavipes). Auch der Kleine Fuchs (Aglais urticae) nutzt sie als Nahrungsquelle. Wenn Du eine robuste und charmante Pflanze für den Gehölzrand suchst, ist sie die ideale Wahl.
Strahlend weiße Waldschönheit: Ein Frühsommer-Fest für unsere Wildbienen.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Echte Sternmiere eine wichtige Anlaufstelle für verschiedene Wildbienenarten. Besonders die Gewöhnliche Maskenbiene (Hylaeus communis) und die Gelbbeinige Kielsandbiene (Andrena flavipes) sammeln hier Nektar und Pollen. Auch die Distel-Wespenbiene (Nomada fabriciana), eine Kuckuckswildbiene, lässt sich an den Blüten beobachten. Für Schmetterlinge wie den Kleinen Fuchs (Aglais urticae) stellt sie im Mai und Juni eine verlässliche Energiequelle dar. Durch ihren mattenartigen Wuchs bietet sie zudem am Boden lebenden Insekten einen geschützten Rückzugsort.
Die Echte Sternmiere gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Sie enthält Saponine (seifenähnliche Pflanzenstoffe), die bei Verzehr in größeren Mengen zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. Achte daher darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.25 m
Die Echte Sternmiere bevorzugt Halbschatten, kommt aber an Waldrändern auch mit etwas mehr Licht zurecht.
Der Boden sollte frisch bis mäßig feucht sein, was einer mittleren Bodenfeuchte entspricht.
Ideal ist eine humose, lockere Erde, die reich an Nährstoffen ist.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Da die Stängel sehr brüchig sind, solltest Du sie an Stellen pflanzen, die nicht betreten werden.
Eine Vermehrung ist durch einfache Teilung der Wurzelstöcke im Herbst möglich.
Ein Rückschnitt ist nicht zwingend erforderlich, kann aber nach der Blüte erfolgen, um den Wuchs kompakt zu halten.
Im Winter bleibt die Pflanze oft grün und bietet Schutz für Bodenorganismen.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide teilen den Standortanspruch des lichten Waldrandes und ergänzen sich in der frühen Blütezeit.
Die Echte Sternmiere gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet. Sie besiedelt bevorzugt lichte Laubwälder, Hecken und Säume auf frischen, nährstoffreichen Böden. Auffällig sind ihre vierkantigen Stängel, die an den Knoten (Verdickungen am Stängel) sehr leicht brechen, sowie die gegenständigen, grasartigen Blätter. Als ausdauernde Pflanze bildet sie durch unterirdische Ausläufer lockere Rasen aus und ist als indigen (ursprünglich einheimisch) eingestuft.
41 Arten interagieren mit dieser Pflanze
24 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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